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WEF 2011 Syngenta unter Topkandidaten für Schmähpreis «Public Eye Award»

Der Schweizer Agrochemiekonzern Syngenta hat es in die Endauswahl für den Schmähpreis «Public Eye Award» geschafft.

Die Brandmarkung als übelstes Unternehmen wird am 27. Januar am Rande des WEF in Davos von Greenpeace und der Erklärung von Bern vorgenommen. Am (heutigen) Donnerstag habe die Internetabstimmung für die schlimmsten Fälle von Umweltsünden und Menschenrechtsverstössen begonnen, die noch bis am 26. Januar um Mitternacht laufe, teilten Greenpeace und die Erklärung von Bern in einem Communiqué mit. Zur Auswahl stünden die sechs skandalösesten Fälle, die eine Fachjury aus über 40 Nominationen von Nichtregierungsorganisationen bestimmt habe. Darunter befindet sich das Basler Unternehmen Syngenta, die britische Grossbank Barclays und der US-Minenkonzern Freeport McMoRan. Nominiert sind auch der japanische Energiekonzern Tepco, der südkoreanische Elektronikhersteller Samsung und der brasilianische Minenkonzern Vale. Vergiftungen Syngenta wird vorgeworfen, giftige Unkraut- und Insektenvernichtungsmittel zu produzieren. Diese würden viele Bauern weltweit schädigen. Zudem werde im mittleren Westen der USA ein grosser Teil des Wassers verseucht. Syngenta habe in diesem Zusammenhang versucht, einen kritischen Wissenschaftler mit Geld zum Schweigen zu bringen. Für die weltweit meisten Schlagzeilen hat indes der japanische Energiekonzern Tepco mit der Atomkatastrophe von Fukushima gesorgt. Tepco habe wider besseres Wissen aus Kostengründen die bauliche Sicherheit seiner AKWs stark vernachlässigt. Ausserdem habe der Konzern während der nuklearen Katastrophe teils falsch oder viel zu spät informiert. Die britische Grossbank Barclays steht wegen Spekulationen auf Nahrungsmittel am Pranger der Nichtregierungsorganisationen. Die Spekulationen trieben die Lebensmittelpreise in die Höhe, worunter die Ärmsten litten. Umweltsünden Die Minen- und Bergbaukonzerne Freemont und Vale sind wegen Umweltsünden in der Kritik. Bei der Gold- und Kupfermine Grasberg von Freemont in Westpapua würden täglich 230'000 Tonnen mit Schwermetall verseuchter Morast anfallen, die weiträumig die Umwelt verschmutzten. Vale beteilige sich am Bau des Belo-Monte Staudamms im Amazonasgebiet. Dieser habe voraussichtlich 40'000 Zwangsumsiedlungen zur Folge, wobei die Betroffenen keine Entschädigung erhielten, schrieben Greenpeace und die Erklärung von Bern. Samsung sei nominiert, weil es in seinen Fabriken teils verbotene, hochgiftige Stoffe einsetze, ohne die Arbeiter zu informieren oder zu schützen. Mindestens 140 Arbeiter seien deshalb an Krebs erkrankt, mindestens 50 Arbeiter seien daran gestorben. Samsung streite indes seine Verantwortung ab, hiess es weiter. Notiz an die Redaktion: Ganze Meldung neu ab dem 1. Zwischentitel

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