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Doris Leuthard kritisiert die «unverschämten» Davoser Preise

Der Davoser Landammann und die WEF-Direktion überlegen sich Massnahmen gegen überteuerte Hotelbetten, Lokale und Essen.

Arthur Rutishauser, Davos
Mindestens während des WEF ein teures Pflaster: Blick auf Davos mit dem Kongresszentrum (15. Januar 2017). Foto: Gian Ehrenzeller (Keystone)
Mindestens während des WEF ein teures Pflaster: Blick auf Davos mit dem Kongresszentrum (15. Januar 2017). Foto: Gian Ehrenzeller (Keystone)

Die Preise in Davos seien unverschämt, vor allem von Hotels. Dies sagte Bundespräsidentin Doris Leuthard gestern am WEF in Davos. «Ihr tut damit nichts Schlaues», sagte sie dazu dem Lokaljournalisten. In Genf existiere dasselbe Problem: Da würden teilweise «unverschämte» Hotelpreise verlangt. Das bereite dem gesamten Bundesrat Sorgen. «Die Schweiz ist schon sonst sehr teuer.»

Aber es sind nicht nur die Davoser Hotelpreise, die schockieren: 2500 Franken die Nacht in einem überpinselten 3-Stern-Hotel, das heute mit 5 Sternen wirbt. Es sind auch die Event-Lokale und die Wohnungen. 500'000 Franken blätterte Microsoft letztes Jahr für seine Event-Räume gleich vis-à-vis dem Kongresshaus hin, schrieb die «Sonntags­Zeitung». Dieses Jahr war Microsoft trotzdem wieder da. Die «Aargauer Zeitung» ihrerseits hat den teuersten Hamburger von Davos entdeckt: 59 Franken kostet der.

Davos im Bild - Promis und Panels am WEF:

Das Afghanische Frauenorchester spielt an der Schlussfeier. (20. Januar 2017)
Das Afghanische Frauenorchester spielt an der Schlussfeier. (20. Januar 2017)
Gian Ehrenzeller, Keystone
Bundespräsidentin Doris Leuthard lobte die Organisatoren, mahnte Davos jedoch wegen zu hoher Hotelpreise. (20. Januar 2017)
Bundespräsidentin Doris Leuthard lobte die Organisatoren, mahnte Davos jedoch wegen zu hoher Hotelpreise. (20. Januar 2017)
Gian Ehrenzeller, Keystone
«Ich persönlich glaube, dass Trump scheitern wird»: Star-Investor George Soros.
«Ich persönlich glaube, dass Trump scheitern wird»: Star-Investor George Soros.
Luke MacGregor, Reuters
Alle Augen auf Theresa May gerichtet: Besucher und Medien beim Auftritt der britischen Premierministerin.
Alle Augen auf Theresa May gerichtet: Besucher und Medien beim Auftritt der britischen Premierministerin.
Fabrice Coffrini, AFP
«Wir müssen akzeptieren, dass der vor uns liegende Weg manchmal unsicher sein wird»: Die britische Premierministerin Theresa May spricht in Davos über den Brexit. (19. Januar 2017)
«Wir müssen akzeptieren, dass der vor uns liegende Weg manchmal unsicher sein wird»: Die britische Premierministerin Theresa May spricht in Davos über den Brexit. (19. Januar 2017)
Laurent Gilliéron, Keystone
Kein Interesse: Der britische Handelsminister Liam Fox gibt der Efta einen Korb. (17. Januar 2017)
Kein Interesse: Der britische Handelsminister Liam Fox gibt der Efta einen Korb. (17. Januar 2017)
Matt Dunham (AP), Keystone
Fox hat sich in Davos mit Bundesrat Johann Schneider-Ammann (M.) getroffen. Der Schweizer Wirtschaftsminister hat als Gastgeber auch seine Kollegen und Kolleginnen aus den Efta-Staaten begrüsst. (19. Januar 2017)
Fox hat sich in Davos mit Bundesrat Johann Schneider-Ammann (M.) getroffen. Der Schweizer Wirtschaftsminister hat als Gastgeber auch seine Kollegen und Kolleginnen aus den Efta-Staaten begrüsst. (19. Januar 2017)
Laurent Gilliéron, Keystone
Brexit als Herausforderung: UBS-Verwaltungsratspräsident Axel Weber plant, Bankangestellte aus London abzuziehen. (17. Januar 2017)
Brexit als Herausforderung: UBS-Verwaltungsratspräsident Axel Weber plant, Bankangestellte aus London abzuziehen. (17. Januar 2017)
Gian Ehrenzeller, Keystone
Klare Antwort: Kreml-Sprecher Dimitri Peskow reagiert auf die Vorwürfe des scheidenden US-Vizepräsidenten Joe Biden. (19. Mai 2016)
Klare Antwort: Kreml-Sprecher Dimitri Peskow reagiert auf die Vorwürfe des scheidenden US-Vizepräsidenten Joe Biden. (19. Mai 2016)
Alexander Zemlianitschenko, Keystone
Handshake im Landwassertal: VBS-Chef Guy Parmelin begrüsst seine deutsche Amtskollegin Ursula von der Leyen.
Handshake im Landwassertal: VBS-Chef Guy Parmelin begrüsst seine deutsche Amtskollegin Ursula von der Leyen.
www.twitter.com
Mini-Demo am Abend: Ein WEF-Gegner hängt ein Transparent im Zentrum von Davos auf. (18. Januar 2017)
Mini-Demo am Abend: Ein WEF-Gegner hängt ein Transparent im Zentrum von Davos auf. (18. Januar 2017)
Gian Ehrenzeller, Keystone
Die Protestaktion war bewilligt: Ein Demonstrant zieht einen Schlitten mit Plakaten über die schneebedeckten Strassen. (18. Januar 2017)
Die Protestaktion war bewilligt: Ein Demonstrant zieht einen Schlitten mit Plakaten über die schneebedeckten Strassen. (18. Januar 2017)
Gian Ehrenzeller, Keystone
Spricht am WEF über die Friedensverhandlungen mit der Farc: Der kolumbianische Präsident und Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos nach seiner Ankunft auf dem Davoser Helikopterlandeplatz. (18. Januar 2017)
Spricht am WEF über die Friedensverhandlungen mit der Farc: Der kolumbianische Präsident und Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos nach seiner Ankunft auf dem Davoser Helikopterlandeplatz. (18. Januar 2017)
Cesar Carrion/Handout, AFP
Setzt sich für gesunde und nachhaltige Nahrung ein: Der britische Starkoch Jamie Oliver. (18. Januar 2017)
Setzt sich für gesunde und nachhaltige Nahrung ein: Der britische Starkoch Jamie Oliver. (18. Januar 2017)
Laurent Gilliéron, Keystone
Hält nochmals kurz inne: Der abtretende US-Vizepräsident Joe Biden wartet vor dem Gang auf die Bühne kurz hinter den Kulissen, ...
Hält nochmals kurz inne: Der abtretende US-Vizepräsident Joe Biden wartet vor dem Gang auf die Bühne kurz hinter den Kulissen, ...
Fabrice Coffrini, AFP
... ehe er seine Abschiedsrede in Davos hält. (18. Januar 2017)
... ehe er seine Abschiedsrede in Davos hält. (18. Januar 2017)
Fabrice Coffrini, AFP
Soll ungebetene Gäste in der Luft abfangen: Ein Mitglied einer Sondereinheit übt den Umgang mit einer Anti-Drohnen-Waffe. (16. Januar 2017)
Soll ungebetene Gäste in der Luft abfangen: Ein Mitglied einer Sondereinheit übt den Umgang mit einer Anti-Drohnen-Waffe. (16. Januar 2017)
Simon Dawson/Bloomberg
Privatgespräch mit einer künstlichen Intelligenz: Ein Forumsteilnehmer unterhält sich in einer Kabine mit der digitalen Assistentin Sara. (18. Januar 2017)
Privatgespräch mit einer künstlichen Intelligenz: Ein Forumsteilnehmer unterhält sich in einer Kabine mit der digitalen Assistentin Sara. (18. Januar 2017)
Laurent Gilliéron, Keystone
Ebenfalls zu Besuch in Davos: IWF-Direktorin Christine Lagarde verstaut vor dem Beginn eines Podiums ihre Handtasche. (18. Januar 2017)
Ebenfalls zu Besuch in Davos: IWF-Direktorin Christine Lagarde verstaut vor dem Beginn eines Podiums ihre Handtasche. (18. Januar 2017)
Gian Ehrenzeller, Keystone
Visualisierte Flüchtlingskrise: WEF-Besucher sehen sich einen Vortrag an. (18. Januar 2017)
Visualisierte Flüchtlingskrise: WEF-Besucher sehen sich einen Vortrag an. (18. Januar 2017)
Fabrice Coffrini, AFP
Will dafür kämpfen, dass mehr Menschen Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Anlagen haben: US-Schauspieler Matt Damon während einer WEF-Diskussionsrunde. (17. Januar 2017)
Will dafür kämpfen, dass mehr Menschen Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Anlagen haben: US-Schauspieler Matt Damon während einer WEF-Diskussionsrunde. (17. Januar 2017)
Laurent Gilliéron, Reuters
Wenn der Boden als Arbeitsplatz genügt: Ein Teilnehmer widmet sich neben einer Kunstinstallation im Kongresszentrum Davos seinen Dokumenten. (17. Januar 2017)
Wenn der Boden als Arbeitsplatz genügt: Ein Teilnehmer widmet sich neben einer Kunstinstallation im Kongresszentrum Davos seinen Dokumenten. (17. Januar 2017)
Fabrice Coffrini, AFP
Wirbt für die wirtschaftliche Globalisierung und warnt vor Protektionismus: Chinas Präsident Xi Jinping tritt am WEF in Davos auf. (17. Januar 2017)
Wirbt für die wirtschaftliche Globalisierung und warnt vor Protektionismus: Chinas Präsident Xi Jinping tritt am WEF in Davos auf. (17. Januar 2017)
Laurent Gilliéron, Keystone
Der gewichtigste Gast am diesjährigen WEF: Chinas Präsident Xi Jinping (r.) mit seiner Frau Peng Liyuan, kurz vor Xis Rede.
Der gewichtigste Gast am diesjährigen WEF: Chinas Präsident Xi Jinping (r.) mit seiner Frau Peng Liyuan, kurz vor Xis Rede.
Gian Ehrenzeller, Keystone
Chinas Präsident Xi Jinping spricht in einem vollen Plenarsaal am WEF in Davos.
Chinas Präsident Xi Jinping spricht in einem vollen Plenarsaal am WEF in Davos.
Fabrice Coffrini, AFP
Vor Xis Ansprache richtete Bundespräsidentin Doris Leuthard eine Grussadresse an die WEF-Teilnehmer.
Vor Xis Ansprache richtete Bundespräsidentin Doris Leuthard eine Grussadresse an die WEF-Teilnehmer.
Gian Ehrenzeller, Keystone
Leuthard und Xi lancieren das schweizerisch-chinesische Tourismusjahr.
Leuthard und Xi lancieren das schweizerisch-chinesische Tourismusjahr.
Laurent Gilliéron, Keystone
Handshake vor Maskottchen im Schnee: Leuthard (l.) und Xi.
Handshake vor Maskottchen im Schnee: Leuthard (l.) und Xi.
Laurent Gilliéron, Keystone
Die Bundespräsidentin (2.v.l.) mit Ehemann Roland Hausin (l.), dem Präsidenten Chinas, Xi Jinping (2.v.r.), und dessen Ehefrau Peng Liyuan.
Die Bundespräsidentin (2.v.l.) mit Ehemann Roland Hausin (l.), dem Präsidenten Chinas, Xi Jinping (2.v.r.), und dessen Ehefrau Peng Liyuan.
Laurent Gilliéron, Ex-Press
Am Dienstag stehen Diskussionsrunden zur Zukunft von Energie, Grosskonzernen, Innovation und Genderfragen (v.l.): Panel mit Alphabet-Vizepräsidentin Ruth Porat, CS-Chef Tidjane Thiam, WPP-Chef Sir Marin Sorrell, Sunil Bharti Mittal, Chef von Bharti Enterprises, sowie Andrew N. Liveris von Dow Chemical. (17. Januar 2017)
Am Dienstag stehen Diskussionsrunden zur Zukunft von Energie, Grosskonzernen, Innovation und Genderfragen (v.l.): Panel mit Alphabet-Vizepräsidentin Ruth Porat, CS-Chef Tidjane Thiam, WPP-Chef Sir Marin Sorrell, Sunil Bharti Mittal, Chef von Bharti Enterprises, sowie Andrew N. Liveris von Dow Chemical. (17. Januar 2017)
AP Photo/Michel Euler, Keystone
Die Zukunft von Big Business: Credit-Suisse-Chef Tidjane Thiam in Davos.
Die Zukunft von Big Business: Credit-Suisse-Chef Tidjane Thiam in Davos.
Fabrice Coffrini
Auch die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen nimmt an einer Diskussion teil. (17. Januar 2017)
Auch die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen nimmt an einer Diskussion teil. (17. Januar 2017)
/Laurent Gillieron, Ex-Press
Einsatz für eine bessere Welt: Violinistin Anne-Sophie Mutter, Schauspieler Forest Whitaker und Sängerin Shakira (v.l.) wurden mit dem Crystal Award des Weltwirtschaftsforums ausgezeichnet. (16. Januar 2017)
Einsatz für eine bessere Welt: Violinistin Anne-Sophie Mutter, Schauspieler Forest Whitaker und Sängerin Shakira (v.l.) wurden mit dem Crystal Award des Weltwirtschaftsforums ausgezeichnet. (16. Januar 2017)
Gian Ehrenzeller, Keystone
Ehrung für die Sängerin und Unicef-Botschafterin: Hilde Schwab, Gattin des WEF-Gründers Klaus Schwab, überreicht Shakira auf der Bühne den Kristall. (16. Januar 2017)
Ehrung für die Sängerin und Unicef-Botschafterin: Hilde Schwab, Gattin des WEF-Gründers Klaus Schwab, überreicht Shakira auf der Bühne den Kristall. (16. Januar 2017)
Ruben Sprich, Reuters
US-Vizepräsident Joe Biden sieht seine internationale Krebskampagne «Moonshot Cancer» trotz dem bevorstehenden Regierungswechsel auf gutem Weg.
US-Vizepräsident Joe Biden sieht seine internationale Krebskampagne «Moonshot Cancer» trotz dem bevorstehenden Regierungswechsel auf gutem Weg.
Michel Euler, Keystone
Während des Meetings mit eigenem Provisorium vertreten: Das Facebook-Chalet in Davos. (16. Januar 2017)
Während des Meetings mit eigenem Provisorium vertreten: Das Facebook-Chalet in Davos. (16. Januar 2017)
Gian Ehrenzeller, Keystone
Gleicht während des Weltwirtschaftsforums einer Festung: Das Kongresszentrum in Davos. (16. Januar 2017)
Gleicht während des Weltwirtschaftsforums einer Festung: Das Kongresszentrum in Davos. (16. Januar 2017)
AFP
Die Gewährleistung der Sicherheit rund um das diesjährige WEF dürfte erneut rund 9 Millionen Franken kosten.
Die Gewährleistung der Sicherheit rund um das diesjährige WEF dürfte erneut rund 9 Millionen Franken kosten.
Keystone
Grund für die hohen Kosten ist die nach wie vor erhöhte Terrorgefahr: Ein Scharfschütze auf einem Dach.
Grund für die hohen Kosten ist die nach wie vor erhöhte Terrorgefahr: Ein Scharfschütze auf einem Dach.
Keystone
Das wahrscheinlichste Bedrohungsszenario sei derzeit ein Terroranschlag, heisst es bei der Kantonspolizei Graubünden.
Das wahrscheinlichste Bedrohungsszenario sei derzeit ein Terroranschlag, heisst es bei der Kantonspolizei Graubünden.
Keystone
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Nun hat auch Tarzisius Caviezel, der Landammann von Davos, genug. «Wir können die Preis-Exzesse nicht einfach hinnehmen. So machten einige wenige die gute Arbeit von sehr vielen kaputt, sagt er. «Exzesse gibt es beim Essen – ein Hamburger für 59 Franken, das kann man einfach nicht erklären –, eventuell bei Hotelbetten und vor allem bei Wohnungen und bei Event-Räumen.» Genug hat auch das WEF von den Übertreibungen, wie Alois Zwinggi, Managing Director des WEF, bestätigt.

«Darum wollen wir Alternativen schaffen», sagt der Landammann. «Wir können keine Preisvorschriften erlassen. Darum sind wir mit dem WEF zusammen daran, Ideen zu entwickeln, wie wir mittels Containern zusätzliche Wohnungen und Event-Räume anbieten können.» Vor allem geht es darum, dass darin wenigstens die WEF-Mitarbeiter untergebracht werden können und Firmen, denen der Umbau von Lokalen schlicht zu teuer geworden ist.

Technisch sei das heute kein Problem. Bei Weltcuprennen gebe es das ­bereits. Die Unterkünfte hätten ein 3-Stern-Niveau. Die Gemeinde würde ihren Anteil dazu beisteuern, das Land zu finden, um die Alternativen anzubieten. Betreiben würden die Wohnungen und die Konferenzräume Private, sagt Caviezel.

WEF bestätigt Pläne

Noch ist nichts definitiv. Laut Caviezel soll ein Entscheid im Frühling fallen – nach der Lagebesprechung mit dem WEF. Eine solche hat allerdings schon letztes Jahr stattgefunden, aber offensichtlich nichts gebracht. Laut Zwinggi ist es mit den vielen Trittbrettfahrern noch schlimmer geworden. Noch mehr Ladenbesitzer seien weich geworden und hätten während des Forums ihre Räume für viel Geld zur Verfügung gestellt. Eine Ausnahme gab es: die Besitzerin eines Souvenirladens. Sie schaffte es sogar in den «Blick». Zwinggi hat sie besucht und ihr Blumen gebracht.

Für Davos ist es wichtig, dass die Exzesse aufhören, weil sonst das Image leidet, was für den Tourismus verheerende Folgen haben könnte. Denn ausserhalb der WEF-Zeit ist Davos keine Luxusdestination, sondern ein Skiort, der auf den Mittelstand angewiesen ist. Und der bleibt weg, wenn die Preise zu hoch sind. Darum geht der Landammann mit den schwarzen Schafen in seiner Gemeinde hart ins Gericht. «Das sind die inneren Feinde von Davos, genauso wie jene, die Immobilienspekulation betreiben. Das sind Faktoren, die wir im Gegensatz zur Frankenstärke oder dem Klimawandel selber beeinflussen können», sagt Caviezel.

Wie hinter den Kulissen zu hören ist, übt das WEF einigen Druck aus, dass jetzt wirklich etwas geschieht. Es hängt die Drohung in der Luft, dass das WEF auch andernorts stattfinden könnte. Caviezel: «Ich glaube allerdings, dass, wenn das WEF beispielsweise nach Montreux ziehen würde, was ein Plan B sein soll, es dort genauso zu Preisexzessen käme.» Darum rechnet er nicht mit dem Schlimmsten. Aber: «Wenn denn das WEF einmal wegziehen würde, dann wären wegen dieser inneren Feinde alle betroffen.» Es brauche bei einigen in Davos mehr Gemeinsinn.

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