Diese Prominenz strömt zum WEF

2500 Namen – hochrangige Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft reisen nächste Woche nach Davos. Eine Übersicht der prominentesten Figuren.

Kann es kaum erwarten: WEF-CEO Klaus Schwab lädt seit 1971 zum Gipfeltreffen in die Bündner Berge.

Kann es kaum erwarten: WEF-CEO Klaus Schwab lädt seit 1971 zum Gipfeltreffen in die Bündner Berge. Bild: Keystone

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Wenn das WEF ruft, strömen alle nach Davos: Insgesamt reisen 2500 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zum Weltwirtschaftforum. Sie diskutieren Probleme und Chancen im Zusammenhang mit dem Thema «Neuer Globaler Kontext» wie im Programm steht. Unter den Teilnehmenden sind auch fast alle Bundesräte. Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga tritt am Mittwoch an der Eröffnung des WEF auf.

Die Justizministerin wird wahrscheinlich Kontakte zur neuen EU-Kommission aufnehmen. Sie ist federführend bei der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative. Nach Angaben aus Brüssel reisen neun Kommissionsmitglieder nach Davos, unter ihnen die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini.

Wie Sommaruga nutzten auch Aussenminister Didier Burkhalter, Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf, Innenminister Alain Berset, Infrastruktur- und Umweltministerin Doris Leuthard und Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann das WEF für die Kontaktpflege. Traditionell lädt er am letzten Tag des WEF Wirtschafts- und Handelsminister zu einem informellen WTO-Treffen ein. Noch ist unklar, ob auch Verteidigungsminister Ueli Maurer nächste Woche Gespräche in Davos führen wird.

Zur Stabilität beitragen

Die Vertreter der Schweizer Landesregierung werden auf dem Forum Kontakte pflegen können. WEF-Gründer Klaus Schwab hofft zudem: Das diesjährige WEF könnte einen Beitrag zur internationalen Stabilität leisten. Vertreter aus allen Krisenregionen seien Ende Januar in Davos vertreten.

Zum Beispiel Petro Poroschenko, Präsident der Ukraine. Russland schickt unter anderem Vizepremierminister Igor Schuwalow. Der irakische Premierminister Haidar al-Abadi wird teilnehmen. Weiter werden der pakistanische Premierminister Muhammad Nawaz Sharif, der türkische Regierungschef Ahmet Davutoglu und der tunesische Präsident Béji Caïd Essebsi anwesend sein. Aus den USA reist Aussenminister John Kerry an.

Wie erwartetet werden auch der französische Präsident François Hollande, der italienische Ministerpräsident Mateo Renzi sowie die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel teilnehmen.

Das WEF ist nicht nur ein Tummelplatz für Staats- und Regierungschef, sondern auch für ehemalige Politiker. Die Liste ist lang: der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore; der frühere Premierminister Grossbritanniens Tony Blair; Deutschlands ehemaliger Vizekanzler und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (mit neuer Funktion beim WEF); und José Manuel Barroso, Präsident der EU-Kommission bis 2014.

Wissenschaftler treffen Unternehmer

Nouriel Roubini wird wieder als einer der prominentesten Wissenschaftler mitdiskutieren. Auch dabei sind Kenneth Rogoff und Robert Shiller, zwei der einflussreichsten Denker in den USA.

Stark vertreten ist zudem erneut die Privatwirtschaft: Banken schicken ihre Chefs (Axel Weber für die UBS, Anshu Jain für die Deutsche Bank oder Urs Rohner für die Credit Suisse). Viele etablierte Konzerne und Start-Ups aus dem Technologiesektor sind ebenfalls vertreten. Mit Eric Schmidt und Sheryl Sandberg sind hochrangige Vertreter von Google respektive Facebook mit dabei.

Sie alle sollen die neuen Herausforderungen im Zusammenhang mit der technischen Revolution diskutieren. Das WEF findet vom 21. Januar bis am 24. Januar statt. Während der Zeit rechnet der Flughafen Zürich mit über 1100 zusätzlichen Flugbewegungen. Dazu gehören auch zahlreiche Helikopterflüge, mit denen die Exponenten aus Politik und Wirtschaft nach Davos gebracht werden. (spu/sda)

Erstellt: 14.01.2015, 14:59 Uhr

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