Zwischenstaatliche Konflikte für WEF die grösste Bedrohung

2015 ist für das WEF ein Jahr der geopolitischen Krisen. Es herrsche dringender Lösungsbedarf für soziale Probleme.

Nicht nur zwischenstaatliche Krisen seien eine Bedrohung, sondern auch Cyberangriffe oder eine Wasserkrise: Klaus Schwab, Gründer und Präsident des WEF während einer Pressekonferenz in Cologny. (14.01.2015)

Nicht nur zwischenstaatliche Krisen seien eine Bedrohung, sondern auch Cyberangriffe oder eine Wasserkrise: Klaus Schwab, Gründer und Präsident des WEF während einer Pressekonferenz in Cologny. (14.01.2015) Bild: Laurent Gillieron/Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Von zwischenstaatlichen Konflikten geht momentan die grösste Bedrohung aus für die Welt. Zu diesem Schluss kommt das Weltwirtschaftsforum WEF in einer Studie.

Die Konflikte zwischen Ländern und die regionalen Konsequenzen erachten die Autoren nicht nur als wahrscheinlichstes Risiko, sondern auch als eines mit grossen Auswirkungen.

Im Unterschied zu früher könnten die Konflikte heute auch mit anderen Mitteln ausgetragen werden: beispielsweise mit Cyberangriffen oder mit dem Wettlauf um Ressourcen oder anderen wirtschaftlichen Instrumenten, die global Schaden anrichten könnten.

Die Autoren der Studie «Global Risks» fordern die Politiker darum eine Woche vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos auf, miteinander statt neben- oder gegeneinander zu handeln. Weitere grosse Risiken seien extreme Wetterereignisse, Regierungskrisen, Staatszerfall und hohe strukturelle Arbeitslosigkeit.

Wasserkrise wäre am schlimmsten

Bezüglich Auswirkung wäre aber die Wasserkrise das grösste Risiko, vor weltweiten Infektionskrankheiten, Massenvernichtungswaffen und den zwischenstaatlichen Konflikten, schreibt das WEF.

2015 ist somit ein Jahr der geopolitischen Risiken, schlussfolgern die Autoren. Die aktuelle Risikolandschaft zeige, dass weiterhin dringender Lösungsbedarf für soziale Probleme bestehe, da Wirtschafts-, Umweltwelt- und geopolitische Risiken den gesellschaftlichen Zusammenhang auf die Zerreissprobe stellten.

Für den Bericht werden jährlich fast 900 Experten befragt. Noch in den Vorjahren waren die Einkommenskluft und drohende Staatsdefizite respektive staatliche Zahlungsausfälle als die gefährlichsten Brandherde der Welt erachtet worden. (rsz/sda)

Erstellt: 15.01.2015, 15:23 Uhr

Artikel zum Thema

Die Krisen der Welt in Davos diskutieren

Hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft treffen sich nächste Woche am WEF. Mehr...

Dübendorf bringt während des WEF kaum Entlastung

Der Flughafen Zürich erwartet wegen des Weltwirtschaftsforums viel Mehrverkehr. Nur wenige Gäste weichen auf den Flugplatz Dübendorf aus. Mehr...

Diese Prominenz strömt zum WEF

2500 Namen – hochrangige Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft reisen nächste Woche nach Davos. Eine Übersicht der prominentesten Figuren. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Paid Post

Willkommen auf dem E-Bauernhof

Im Jahr 2050 gilt es, 9,8 Milliarden Menschen zu ernähren. Somit muss bis dann die Nahrungsmittelproduktion weltweit um 70 Prozent erhöht werden.

Kommentare

Abo

Abo Digital - 26 CHF im Monat

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt digital lesen, inkl. ePaper. Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

Klimawand: Andres Petreselli bemalt in San Francisco eine Hausfassade mit einem Porträt von Greta Thunberg. (8. November 2019)
(Bild: Ben Margot) Mehr...