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Auf der Flucht mit Peter Brabeck

Was, wenn man plötzlich in einem dunklen Loch landet, Schreie zu hören sind und unbekannte Gestalten mit Gewehren auftauchen? So geschehen an einer Veranstaltung am Rande des WEF in Davos.

Matthias Chapman, Davos

«Go, go, go», schreit einer mit einem Gewehr an der Brust und stösst die Menschen tiefer in den Keller. Rauch steigt auf, man stolpert über Hölzer, rundherum brüllen Männer in weiten leinenartigen Kleidern. Der ganzen Gruppe wird befohlen, sich hinzusetzen, es ist dunkel. Einigen wird mit Taschenlampen ins Gesicht geleuchtet. «Who are you?», wird jemand angeherrscht. Für einen Moment sinkt der Lärmpegel – die Spannung aber bleibt. Jetzt geht es erst richtig los. Nach einem lauten Knall stürmen drei in Militärkleider gehüllte Gestalten den Ort. Der Albtraum beginnt erst richtig.

So geschehen am sogenannten Refugee Run am Rande des WEF in Davos. Es ist die Simulation eines Lebens als Flüchtling. Sie dauert eine Stunde – und geht richtig unter die Haut. Kellerräumlichkeiten im Umfang einer grösseren Wohnung wurden umgestaltet. Es gibt Versammlungsräume, lange enge Gänge, kleine Schlafzellen und Kerker. Es ist stickig, staubig und düster.

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