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«Die armen Menschen sind die Lösung»

Glamouröser Auftakt eines Grossanlasses: Einen Tag vor der offiziellen Eröffnung des WEF in Davos wurde der Crystal Award vergeben – an einen Schauspieler, «der sich für eine bessere Welt einsetzt».

Nun ist da WEF zu Ende: WEF-Präsident Klaus Schwab und die Cellistin Zoe Keating bei der Schlussfeier. (25. Januar 2014)
Nun ist da WEF zu Ende: WEF-Präsident Klaus Schwab und die Cellistin Zoe Keating bei der Schlussfeier. (25. Januar 2014)
Keystone
Verhandelten die Zukunft der WTO: Johann Schneider-Ammann und WTO-Generaldirektor Roberto Azevêdo in Davos. (25. Januar 2014)
Verhandelten die Zukunft der WTO: Johann Schneider-Ammann und WTO-Generaldirektor Roberto Azevêdo in Davos. (25. Januar 2014)
Keystone
Auch Al Gore ist in Davos: Der frühere Vizepräsident der USA spricht mit WEF-Vertreter Alois Zwinggi. (21. Januar 2014)
Auch Al Gore ist in Davos: Der frühere Vizepräsident der USA spricht mit WEF-Vertreter Alois Zwinggi. (21. Januar 2014)
Jean-Christophe Bott, Keystone
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Mit viel Prominenz und klassischer Musik sind heute Abend in Davos die Besucher des diesjährigen World Economic Forum (WEF) empfangen worden. US-Schauspieler Matt Damon nahm einen Crystal Award in Empfang – und startete seine Rede mit einem Spässchen über den irischen Sänger Bono.

Die Crystal Awards werden an Künstler vergeben, die sich nach Ansicht der Organisatoren «für eine bessere Welt einsetzen». Damon macht sich unter anderem mit seiner Organisation water.org für einen leichteren Zugang zu Trinkwasser stark.

Damon nahm die Auszeichnung von Hilde Schwab, Ehefrau von WEF-Gründer Klaus Schwab, entgegen. Dann machte er sich – auf humoristische Weise – über die Küsschen lustig, die WEF-Dauergast Bono ihm offenbar auf theatralische Art bei seiner Ankunft in Davos von Weitem zugeschickt hatte.

«Die Kunst ist kein Verbrechen»

Der 43-Jährige forderte die rund 800 Zuschauerinnen und Zuschauer im Kongresszentrum auf, ihn in seinem Kampf zu unterstützen. «Die armen Menschen sind die Lösung», sagte Damon. Man müsse aufhören, sie mit Mitleid zu betrachten und stattdessen an deren Fähigkeit glauben, die Welt zu verbessern.

Ein weiterer Preisträger, der iranische Künstler Shirin Neshat, nahm sich in seiner Ansprache keine Zeit für Spässe. «Die Kunst ist kein Verbrechen», sagte er an die Adresse von Irans Präsident Hassan Rohani. Die Intellektuellen und Künstler hätten die Reputation des Landes bewahrt; nun liege es am Präsidenten, diese Aufgabe zu übernehmen.

Offizielle Eröffnung morgen

Weitere Preisträger waren der peruanische Tenor Juan Diego Flores und der Dirigent Lorin Maazel aus den USA. Im Publikum sass viel Prominenz, so unter anderen das belgische Königspaar Philippe und Mathilde. Abgeschlossen wurde der Anlass durch ein Konzert des russischen Orchester Mariinsky.

Das WEF beginnt morgen Abend offiziell. Rund 2500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter 40 Regierungs- und Staatschefs, nehmen neben Wirtschaftskapitänen und Wissenschaftler an den Debatten und Vorträgen teil. Die Veranstaltung endet am Samstag.

SDA/rbi

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