«Eure Generation hat uns die Zukunft gestohlen»

Die 16-jährige Klimaaktivistin Greta Thunberg ist in Davos eingetroffen.

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In Davos war Greta Thunberg schon am Dienstag ein Thema. Als «inspirierendsten Moment» des Tages bezeichnete Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan die Videobotschaft der 16-jährigen Schwedin, die vor einem Panel mit Al Gore abgespielt wurde. «Einige Leute sagen, wir würden nicht genügend machen, um den Klimawandel zu bekämpfen», sagt Thunberg in der Botschaft. «Aber das stimmt nicht. Wir machen gar nichts.»

Im Davoser Kongresszentrum wird Thunberg ihre Botschaft direkt platzieren können. Nach einer über 24 Stunden dauernden Zugreise ist die Schwedin um 9 Uhr in Zürich eingetroffen, wo sie von mehreren Journalisten empfangen wurde. Das bestmögliche Ergebnis ihres Besuches in Davos sei es, wenn möglichst viele Leute die Klimakrise als wahren Notstand begreifen würden, sagte Thunberg auf dem Perron. «In Zukunft wird uns kein anderes Problem mehr als die Klimakrise beschäftigen.» Grosse Hoffnungen habe sie allerdings nicht. In einem Tweet hatte sie vor ein paar Tagen darauf hingewiesen, dass für das WEF in Davos über 1500 Privatjets registriert seien.

Video: Thunberg am Zürcher HB

«In Zukunft wird uns kein anderes Problem mehr als die Klimakrise beschäftigen», sagt die junge Klimaaktivistin.

Um ca. 11.50 Uhr traf Thunberg dann in Davos ein, wo sie sofort von nationalen und internationalen Medien belagert wurde. «Ich weiss, was ich will. Und ich weiss, was richtig ist», sagte sie nach der Ankunft zu den Medien. Sie sehe die Fakten, und sie sehe, was getan werden müsse. Sie habe entschieden das zu tun, weil sie sich schlecht fühlen würde, wenn sie nichts unternehmen würde. Die 16-Jährige kündigte an, bis Freitag beim WEF dabei zu sein. Sie wird an verschiedenen Podien teilnehmen.

Thunberg hat es innerhalb eines halben Jahres zu weltweiter Berühmtheit gebracht. Im Sommer begann sie vor dem schwedischen Parlament einen Streik gegen den Klimawandel und löste damit ähnliche Streiks überall auf der Welt aus. In der Schweiz gingen am vergangenen Freitag über 20’000 Schülerinnen und Schüler auf die Strasse.

* mit Material der Agentur SDA (los)

Erstellt: 23.01.2019, 10:49 Uhr

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