Mit dieser Armada reiste Trump ans WEF

Air Force One, eigene Helikopter und Schweizer Geleitschutz: Der Aufwand für den US-Präsidenten ist gewaltig.

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Sicherheit ist das grosse Thema am WEF – dieses Jahr noch mehr als sonst. Denn Donald Trump reist nach 2018 zum zweiten Mal nach Davos und bringt eine riesige Entourage mit. Schon seit mehreren Tagen fliegen die USA Material zum Schutz ihres Staatschefs ein. Gelandet sind bereits ­grosse Militärfrachter des Typs Boeing C-17 Globemaster, die unter anderem Fahrzeuge, Helikopter und Sicherheitspersonal transportierten.

Trump selbst ist heute Morgen mit der berühmten Präsidentenmaschine Air Force One am Flughafen Zürich gelandet. Dabei handelt es sich um eine militärisch und technologisch aufgerüstete Boeing 747 – genauer gesagt zwei davon. Denn wenn ein Flieger ausfallen sollte, hat der Präsident immer einen Ersatz zur Hand. Zudem wird so verschleiert, in welcher Maschine er sitzt.

Die Bezeichnung «Air Force One» kann sich grundsätzlich auf jedes Flugzeug der US-Air Force beziehen, in dem sich der US-Präsident befindet. Normalerweise ist aber die Boeing 747-200B gemeint, die in Krisenfällen als mobile militärische Kommandozentrale funktioniert. Nach Angaben des Weissen Hauses kann sie während des Flugs betankt werden. Zudem ist die Bordelektronik gegen elektromagnetische Impulse gewappnet.

Begleitet wird Trump vom Secret Service, von zahlreichen Beratern, Presseleuten und anderen Gästen. An Bord der Air Force One ist auch immer ein Doktor. Der US-Präsident überlässt nichts dem Zufall. Im Gegensatz zu anderen Staatsoberhäuptern benutzt er deshalb nur eigene Flug- und Fahrzeuge.

Weil heute gutes Wetter herrscht, reist Trump vom Flughafen Zürich mit einem Helikopter der US-Marine weiter nach Davos. Dieser ist laut dem Magazin Aerospace Manufacturing bis zu 240 Kilometer pro Stunde schnell und fliegt selbst dann weiter, wenn eines der drei Triebwerke ausfällt. Auch hier werden mehrere Maschinen eingesetzt, die während des Fluges die Position wechseln, damit man nicht weiss, in welcher der Präsident sitzt. Diejenige Maschine, die den Präsidenten transportiert, wird als Marine One bezeichnet.

Dieses Mal kommen vier Maschinen der US-Marine zum Einsatz. Begleitet werden sie von drei Super Pumas der Schweizer Luftwaffe. Die Eskorte von insgesamt sieben Helikoptern hat den Landeplatz beim Davoser See angesteuert.

Ankunft in Davos: Die Schweizer und die amerikanischen Helikopter landen sicher. Video: Tamedia

Ist Trump in Davos gelandet, setzt sich gemäss dem Protokoll des Weissen Hauses eine Wagenkolonne Richtung Hotel Intercontinental in Bewegung. Mindestens 17 Fahrzeuge wurden gesichtet. Üblicherweise warten zwei identische gepanzerte Limousinen auf den Präsidenten – die «Postkutsche» («stagecoach»), in der sich Trump tatsächlich befindet, und der «Ersatz» («spare») mit seinem Double. Auch die Schweizer Polizei wird dem US-Präsidenten Schutz geben.

Erstellt: 21.01.2020, 09:32 Uhr

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