Zum Hauptinhalt springen

Poroschenko bricht WEF-Besuch vorzeitig ab

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko wird heute Davos verlassen und die Heimreise antreten. Die Situation im Osten der Ukraine habe sich verschlimmert, teilte ein Sprecher mit.

chk
Reist früher als geplant ab: Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko in Zürich. (19. Januar 2015)
Reist früher als geplant ab: Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko in Zürich. (19. Januar 2015)

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko bricht seinen Aufenthalt am Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos vorzeitig ab. Er werde am Mittwoch in die Ukraine zurückkehren, weil sich die Situation im Osten des Landes verschlimmert habe, teilte sein Sprecher am Dienstagabend auf Facebook mit.

Der Generalstabschef und der Verteidigungsminister der Ukraine hatten zuvor dem Präsidenten einen Bericht zur «Situation beim Flughafen Donezk und bei den Sperren Nummer 29 und 31» übergeben, sagte der Sprecher Swiatoslaw Zegolko. «Wegen der Verschlimmerung der Situation hat sich der Präsident entschieden, seinen Besuch in der Schweiz zu verkürzen und morgen in die Ukraine zurückzukehren.»

Er gab zudem bekannt, dass sich der Sekretär des Sicherheitsrats und der nationalen Sicherheit am Mittwoch in die Kampfzone begeben werde. Die Ukraine beschuldigt Russland, seine Truppen am Dienstag im separatistischen Osten des Landes direkt angegriffen zu haben. Russland wies neue Vorwürfe einer Verlegung von Truppen und Waffen in die ostukrainische Konfliktregion Luhansk zurück.

Im Kampf gegen prorussische Separatisten hat die Ukraine nach Regierungsangaben mit einer Teilmobilmachung von zusätzlich bis zu 50'000 Mann begonnen. Soldaten, die bereits lange im Einsatz gegen die Aufständischen im Osten des Landes sind, sollen durch Reservisten ersetzt werden. Dies teilte am Dienstag das Verteidigungsministerium in Kiew mit.

Die Aufständischen und die Führung in Moskau kritisieren diese massive Verstärkung der Armee scharf. Beobachter befürchten eine weitere Eskalation der Lage.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch