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Selbstmordattentäter sind die neue Bedrohung am WEF

Die Sicherheitskräfte haben ihre Aufklärungsarbeit bereits im Vorfeld des WEF stark intensiviert.

In Alarmbereitschaft: Sicherheitskräfte beim Weltwirtschaftsforum in Davos.
In Alarmbereitschaft: Sicherheitskräfte beim Weltwirtschaftsforum in Davos.
Jean-Christophe Bott, Keystone

Polizei und Armee gehen für die 46. Ausgabe des WEF von einer erhöhten ­Bedrohung aus. Als neue Bedrohung ­gelten Selbstmordattentäter mit Spreng­stoffgürteln. Konkrete Anzeichen für Anschlagspläne liegen zwar nicht vor. Selbstmordattentäter würden aber seit den Anschlägen im November in Paris als mögliche Gefahr gesehen, sagte ­Walter Schlegel, Kommandant der Bündner Kantonspolizei und Gesamtverantwortlicher für die Sicherheit am WEF, vor den Medien.

Die Sicherheitskräfte haben darauf mit diversen Massnahmen reagiert. Die nachrichtendienstliche Aufklärung wurde bereits im Vorfeld des WEF stark intensiviert, in Davos wurden die Polizeipräsenz erhöht und die Kontrollen ausgeweitet. Alle involvierten Polizeikorps absolvierten Spezialausbildungen in Terrorbekämpfung. Die Bündner Kantonspolizei wird von Polizeikräften aus der ganzen Schweiz unterstützt. Deren Anzahl wird nicht bekannt gegeben.

In den Grundzügen ist das Sicherheitsdispositiv laut Schlegel gleich wie in den Vorjahren. Auf Terrorismus ist es seit den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA ausgerichtet.

Involviert sind laut dem Polizeichef sämtliche nachrichtendienstlichen Stellen der Schweiz wie auch die Nachrichtendienste der Nachbarländer sowie die wichtigsten Nachrichtendienste der Welt. Die ausländischen Dienste liefern Informationen. Direkt beeinflussen können sie die Arbeit der Schweizer Sicherheitskräfte aber nicht. «Unser Einsatz folgt den Standards für internationale Kongresse», erklärte Schlegel. Zwar würden einzelne Staaten versuchen, Auflagen zu machen, die Schweizer ­würden sich aber keinem Einfluss unter­werfen. Das Lead sei immer bei der ­Kantonspolizei Graubünden. «Wir definieren, wo sich ausländische Personenschützer aufhalten dürfen und welche Kompetenzen sie haben», sagte der ­Sicherheitschef.

Besonders viele VIPs

Als grösste Herausforderung bezeichnete Schlegel die hohe Anzahl von VIPs, bei denen völkerrechtliche Schutzverpflichtungen bestünden. Rund 100 der 2500 Teilnehmer, etwa Staats- und ­Regierungschefs und Angehörige von Königshäusern, würden in besonderem Umfang geschützt. Eine Erleichterung für den Sicherheitseinsatz ist hingegen, dass keine Demonstrationen angesagt sind – erst zum zweiten Mal innert Jahren.(SDA)

SDA

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