Stelldichein der Weltelite

Auch dieses Jahr befinden sich wieder viele illustre Namen unter den Besuchern des World Economic Forum.

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Der mächtigste Gast aus der Politik ist mit dem amerikanischen Vizepräsidenten Joe Biden bereits am Montag in der Schweiz eingetroffen. Am Zürcher Flughafen wurde Biden vom Schweizer Bundespräsidenten Johann Schneider-Ammann empfangen. Beide Politiker werden auch am WEF in Davos zugegen sein. Von der Schweiz ist ausser Simonetta Sommaruga der gesamte Bundesrat anwesend. Die US-Regierung ist mit sechs Ministern vertreten – etwa mit Aussenminister John Kerry, Vertei­digungsminister Ashton Carter, Finanzminister Jacob Lew oder Justizministerin Loretta Lynch.

Merkel und Hollande nicht dabei

Weniger Präsenz zeigt dieses Jahr Russland, das den im Ausland wenig bekannten Vizepremier Juri Trutnew nach Davos schickt. Auch China schickt mit Li Yuanchao den Vizepräsidenten. Aus der europäischen Politik fallen vor allem die Abwesenden auf: so etwa die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, die letztes Jahr noch dabei war. Sie hat wegen der poli­tischen Querelen rund um die Flüchtlingskrise abgesagt.

Ebenfalls nicht dabei ist der französische Präsident François Hollande. Seine Regierung, inklusive Premier Manuel Valls, ist mit fünf Personen vertreten, Deutschland reist mit vier Ministern und Bundespräsident Joachim Gauck an. Aus Grossbritannien ist neben anderen Premier David Cameron dabei. Insgesamt ist Europa besonders stark vertreten. Bekannte Namen aus Schwellenländern sind Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto oder Mauricio Macri aus Argentinien. Insgesamt werden rund 40 Staats- und Regierungschefs aus über 100 Ländern in Davos erwartet.

Ehrenrolle für Tidjane Thiam

Mit einer Anzahl von 2500 kommen die meisten Teilnehmer wie immer aus der Geschäftswelt. Für die Chefs der grössten Weltkonzerne ist die Teilnahme in Davos beinahe Pflicht. Das gilt auch für jene aus der Schweiz. Einige Schweizer Konzerne wie die Zurich, die UBS oder die ABB veranstalten in Davos auch eigene Anlässe.

Eine besondere Ehre kommt überdies dem neuen Chef der Credit Suisse zuteil: Zusammen mit Mary Barra, der Chefin von General Motors, Microsoft-CEO Satya Nadella und drei weiteren Personen ist Tidjane Thiam zum Vizepräsidenten des diesjährigen Meetings ernannt worden.

Gut vertreten sind überdies inter­nationale Organisationen. Hier ragen Ban Ki-moon, der Generalsekretär der Vereinten Nationen, und Christine Lagarde, die Chefin des Internationalen Währungsfonds, hervor. Von Lagarde wird kolportiert, sie treffe in Davos Griechenlands Staatschef Alexis Tsipras, der sie für grosszügigere Kredite an sein Land gewinnen wolle.

Aufmerksamkeit in Davos werden überdies wie immer die Medienstars auf sich ziehen. Darunter finden sich so ­illustre Namen wie Kevin Spacey, Bono, Peter Gabriel oder Leonardo DiCaprio.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 20.01.2016, 12:00 Uhr

Treffen der Weltelite in Davos. (Bild: Keystone Laurent Gillieron)

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Hohe Bilder

Joe Biden.

Christine Lagarde.

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