Zum Hauptinhalt springen

«Wir werden unsere Freunde verteidigen»

John Kerry hat in Davos die ungebrochene Verpflichtung Amerikas für Frieden und Prosperität in der Welt bekräftigt. Unmissverständliche Warnungen richtete der US-Aussenminister an Iran und Syrien.

Nun ist da WEF zu Ende: WEF-Präsident Klaus Schwab und die Cellistin Zoe Keating bei der Schlussfeier. (25. Januar 2014)
Nun ist da WEF zu Ende: WEF-Präsident Klaus Schwab und die Cellistin Zoe Keating bei der Schlussfeier. (25. Januar 2014)
Keystone
Verhandelten die Zukunft der WTO: Johann Schneider-Ammann und WTO-Generaldirektor Roberto Azevêdo in Davos. (25. Januar 2014)
Verhandelten die Zukunft der WTO: Johann Schneider-Ammann und WTO-Generaldirektor Roberto Azevêdo in Davos. (25. Januar 2014)
Keystone
Auch Al Gore ist in Davos: Der frühere Vizepräsident der USA spricht mit WEF-Vertreter Alois Zwinggi. (21. Januar 2014)
Auch Al Gore ist in Davos: Der frühere Vizepräsident der USA spricht mit WEF-Vertreter Alois Zwinggi. (21. Januar 2014)
Jean-Christophe Bott, Keystone
1 / 39

Sein Land werde seine Verbündeten in der Welt schützen, versicherte US-Aussenminister John Kerry am WEF in Davos. Amerika ziehe sich nicht aus der Welt zurück, sagte er mit entschlossenem Ton während seiner vielbeachteten Rede heute am Weltwirtschaftsforum WEF. «Nichts ist weiter entfernt von der Wahrheit», sagte er in seiner Ansprache, in der er die Grundlinien der US-Aussenpolitik umriss.

«Wir werden unsere Freunde verteidigen», sagte der US-Aussenminister. Die Verpflichtung Amerikas gegenüber der ganzen Welt sei ungebrochen - sei es gegenüber Europa, der Pazifikregion oder dem eigenen Kontinent. Die entscheidende Rolle seines Landes im Nahen Osten verteidigte Kerry ebenso deutlich .

«Iran kann es beweisen»

An den Iran richtete er die Warnung, dass die USA der Verbreitung von Atomwaffen entschieden entgegenstünden. Das iranische Atomprogramm werde aber derzeit in bedeutenden Schritten zurückgefahren. Amerika werde sicherstellen, dass der Iran seine Versprechen halte.

Das Land werde keine Atomwaffen herstellen können, versicherte der Aussenminister seinen Verbündeten im Nahen Osten und in der Welt. Der Iran könne der Welt zeigen, dass man auf Worte auch Taten folgen lasse. Das Land müsse diesen Test bestehen.

«Riesige Tragödie»

Genauso unmissverständlich sprach Kerry über Syrien: «In Syrien sehen wir vor unseren Augen eine riesige Tragödie», sagte Kerry. Die Konfliktparteien hätten nun diese Woche in Montreux am Genfersee im selben Raum gesessen.

Aber Syriens Präsident Baschar al-Assad könne wegen den von ihm verantworteten Verbrechen gegen Zivilisten und gegen die Gesetze des Krieges nicht an der Spitze des Landes bleiben. Syrien müsse ein souveräner, friedlicher Staat werden: «Wir glauben daran, dass dies möglich ist», sagte Kerry.

«Werden Moment nicht verpassen»

Die grösste Sorge des amerikanischen Aussenministers gilt dem israelisch-palästinensischen Konflikt. Er gab in Davos seiner Entschlossenheit Ausdruck, dass er auf den Frieden bestehe und ihn nach Kräften herbeiführen werde: «Wir werden diesen Moment nicht verpassen.»

Der heutige Zustand könne nicht ewig weiterbestehen, sagte Kerry weiter: «Wenn die Palästinenser jetzt keinen Staat schaffen können, gibt es vielleicht nie mehr die Gelegenheit dazu.»

Am Ende gehe es nicht ohne einen palästinensischen Staat. Keinem israelischen Politiker könne man es aber verdenken, dass er auf Sicherheitsgarantien vonseiten der Palästinensern bestehe. Für Israel mit seiner modernen Wirtschaft stehe viel auf dem Spiel, wenn es keine Einigung gebe. Israel, dass im Frieden mit seinen Nachbarn lebe, sei ein stärkeres Israel.

SDA/wid

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch