Raummiete am WEF für 500'000 Franken

Microsoft mietete angeblich einen Businessraum in Davos für eine halbe Million Franken. Vor drei Jahren war derselbe Raum ein Schnäppchen – fast.

Happige Mieten am WEF: Ein Raum, hier im Kongresszentrum in Davos. (22. Januar 2013)

Happige Mieten am WEF: Ein Raum, hier im Kongresszentrum in Davos. (22. Januar 2013) Bild: Gaetan Bally/Keystone

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In Zeiten von sinkenden Übernachtungszahlen und immer weniger Skifahrern ist das Weltwirtschaftsforum (WEF) zum Rettungsanker für die Davoser Hotellerie und das Gewerbe geworden. Mittlerweile treibe das Geschäft mit den Reichen und Mächtigen dieser Welt exzessive Blüten, schreibt die «SonntagsZeitung».

So etwa im Fall Microsoft. Genau gegenüber dem Kongresszentrum liegt ein Geschäftshaus. Microsoft hat laut der «SonntagsZeitung» dort im Parterre einen grossen Raum gemietet, wo es Platz gab für die zahllose Businessmeetings.

Selbst für WEF-Insider schockierend ist der Preis, den Microsoft dafür zu zahlen bereit gewesen sei. Wie die Zeitung aus sicherer Quelle erfahren haben will, legte der amerikanische Software-Gigant eine halbe Million Franken hin, um dort vier Tage präsent zu sein. Derselbe Raum sei vor drei Jahren noch für 25'000 Franken zu haben gewesen.

Auch Preise für Hotelzimmer rasant gestiegen

Das ist zwar ein Extrem-, aber kein Einzelfall, schreibt die «SonntagsZeitung». Demnach sind in Davos während des WEF bald die Hälfte der Läden an ausländische Firmen vermietet. Extrem seien auch die Hotelmieten. So ist im Rixos Flüela Davos, bis vor Kurzem noch ein beschauliches Drei-Sterne-Hotel und nun mit fünf Sternen ausgestattet, das Zimmer während des WEF für 2500 Franken zu haben.

Alois Zwinggi, Managing Direktor beim WEF, fürchtet mittlerweile um das Image des Anlasses und ruft zur Mässigung auf. (chi)

Erstellt: 24.01.2016, 03:09 Uhr

Text angepasst

In einer früheren Version dieses Textes konnte der Eindruck entstehen, Microsoft habe den erwähnten Raum vom Hotel Hilton gemietet. Das Hilton Garden Inn Davos hält jedoch fest, dass nie eine Geschäftsbeziehung zu Microsoft bestanden habe. Der in Frage stehende Raum befindet sich demnach in einem Geschäftshaus neben dem Hotel. Die Redaktion hat deshalb jeglichen Hinweis auf das Hotel im Text gelöscht.

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