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Weitere Lehman-Opfer vor deutschem Bundesgerichtshof abgeblitzt

Karlsruhe Der deutsche Bundesgerichtshof (BGH) bleibt dabei: Banken müssen geprellte Anleger für Verluste durch die US-Pleitebank Lehman Brothers nicht entschädigen.

Der BGH wies am Dienstag Klagen von zwei Anlegern gegen die deutsche Commerzbank ab. Damit scheiterten zum dritten Mal in letzter Instanz Käufer von Lehman-Zertifikaten mit dem Versuch, Geld zurückzubekommen. Die Bank habe ihre Kunden nicht über ihre eigene Vertriebsprovisionen aufklären müssen, begründete der BGH sein Urteil. Von den ursprünglich mehr als 40 Verfahren sind nach Angaben des BGH noch fünf offen, von denen zwei im November verhandelt werden sollen. Leider hätten in vielen weiteren Fällen die Beteiligten ihre Anträge auf Revision zurückgenommen, bedauerte der Vorsitzende Richter am Dienstag während der Verhandlung in Karlsruhe. Das wäre insbesondere für diejenigen bedauerlich, die in ähnlich oder gleich gelagerten Fällen geklagt hätten und auf Klärung warteten. Die Anleger der jetzt entschiedenen Fälle hatten bei der Commerzbank 2007 Zertifikate der niederländischen Lehman Brothers Treasury CO BV in Höhe von 20'000 Euro und 32'000 Euro erworben. Die Rendite der von Lehman Brothers in den USA garantierten Papiere, die damals noch wegen der Bonität der Bank als sicher eingestuft wurden, hing von der Entwicklung dreier Aktienindizes ab. Doch die überraschende Pleite der US-Investmentbank auf dem Höhepunkt der Finanzkrise im September 2008 machte den Anlegern einen Strich durch die Rechnung - ein Grossteil der Anlagebeträge ging verloren.

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