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«Stimmbürger sind bereit, mehr Asylsuchende aufzunehmen»

Das Dublin-System funktioniert nicht mehr: Vor der Küste Libyens retten NGO-Mitarbeiter einen Mann aus Seenot.

Dominik Hangartner, Sie haben untersucht, wie die Bevölkerung in 15 europäischen Ländern – darunter der Schweiz – zur Reform des Dublin-Systems steht. Ihr Befund: Die Stimmbürger sind bereit, mehr Asylsuchende bei sich aufzunehmen.

«Die Menschen sind nur dann bereit, mehr Personen aufzunehmen, wenn die anderen Staaten dies auch tun.»

Aber nur, wenn auch andere Länder ihren Beitrag leisten.

Ihre Studie zeigt aber auch: In Polen, Tschechien und Grossbritannien ist eine Mehrheit der Bevölkerung gegen einen Systemwechsel. Entsprechend wehren sich diese Regierungen gegen einen Verteilschlüssel.

Dennoch: In Polen, Tschechien und Grossbritannien sind nur rund ein Viertel der Leute dafür, einen europäischen Verteilschlüssel einzuführen. Entsprechend haben deren Regierungen keinen Grund, sich für eine Änderung einzusetzen.

Das könnte auch an der Fragestellung liegen, die nur diese drei Optionen aufzeigte. Möglicherweise will eine Mehrheit der Polen, Tschechen und Engländer gar keine Flüchtlinge.

«Ich glaube, die Bevölkerung in Ungarn ist nicht so kritisch gegenüber Flüchtlingen wie die Regierung.»

Ungarn gehört laut Ihrer Studie zu jenen Ländern, die für eine Reform wären. Wie erklärt sich das?

Dann wären heute aber eher vier von zehn betroffenen Ländern gegen eine Reform?

Laut Ihrer Studie müsste auch die Schweiz leicht mehr Asylbewerber aufnehmen. Ein eher unerwarteter Befund.

Wäre die Situation heute denn anders?