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Wird morgen der neue Swisscom-Chef ernannt?

Der Telecomkonzern hat heute überraschend zu einer Pressekonferenz eingeladen - die morgen früh stattfindet. Naheliegendster Grund: Die Ernennung des neuen Chefs.

Werden bei der Swisscom-Medienkonferenz als Referenten aufgeführt: Interims-Chef Urs Schaeppi und Verwaltungsratspräsident Hansueli Loosli.
Werden bei der Swisscom-Medienkonferenz als Referenten aufgeführt: Interims-Chef Urs Schaeppi und Verwaltungsratspräsident Hansueli Loosli.
Keystone

Die Swisscom lädt morgen Donnerstag zu einer ausserordentlichen Pressekonferenz in Zürich ein. Anwesend sein wird die oberste Riege des Telecomkonzerns. Allen voran Verwaltungsratspräsident Hansueli Loosli, der sonst kaum je an Veranstaltungen teilnimmt. Daneben werden Finanzchef Mario Rossi, Interimschef Urs Schaeppi und Kommunikationschef Stefan Nünlist als Referenten aufgeführt.

Offen ist, worüber die vier Herren referieren werden. Zwar wird morgen das Resultat für das dritte Quartal von Juli bis September veröffentlicht. Das allein ist aber weder ein Grund für eine Pressekonferenz – die gibt es normalerweise nur zum Jahresergebnis, ansonsten wird eine Telefonkonferenz durchgeführt – noch für den Auftritt des Verwaltungsratspräsidenten.

Ernennung des neuen Chefs?

Ein naheliegendes Thema wäre die Nachfolge des im Juli verstorbenen Konzernchefs Carsten Schloter. Der Konzern hat im Sommer einen Entscheid bis Ende Jahr angekündigt. Der langjährige Swisscom-Topmanager Urs Schaeppi, der zuletzt Schloters Stellvertreter war, hat die Position bislang nur interimistisch inne. Bei der Suche nach dem definitiven Nachfolger hat er nie öffentlich sein Interesse bekundet, er hat sich aber vor allem nicht selber aus dem Rennen genommen. Auf Grund der Referentenliste in der Einladung zur Pressekonferenz, die neben Loosli, Schaeppi, Rossi und Nünlist keine weiteren Namen enthält, wird daher spekuliert, dass Schaeppi morgen auf seinem Posten bestätigt wird. Allerdings wäre es nicht das erste Mal, dass ein Unternehmen kurzfristig einen weiteren Referenten präsentiert.

Hängig ist zudem die neue Strategie im Festnetzbereich. Die Swisscom hat wiederholt angekündigt, man bereite ein neues Tarifmodell vor, das die Branche ähnlich stark erschüttern werde, wie dies zuletzt im Mobilfunk der Fall war. Dort hat die Swisscom Abos eingeführt, bei denen der Preis unabhängig von der Zahl der vertelefonierten Minuten oder der gesendeten SMS ist und stattdessen nur noch von der Surfgeschwindigkeit abhängt. Ein Entscheid, der vor allem Konkurrentin Sunrise in Zugzwang gebracht hatte.

Der Raum ermöglicht Videoübertragung

Eine solche Ankündigung würde zweifellos von einer Pressekonferenz begleitet. Der Verwaltungsratspräsident wäre aber kaum erforderlich. Zudem sucht die Swisscom für derartige Veranstaltungen normalerweise eine etwas ungezwungenere Atmosphäre. Die Veranstaltung findet nämlich in den Räumen der Börse statt, im Sitzungszimmer «Decision» (auf Deutsch: Entscheidung), das die Swisscom regelmässig für die Präsentation des Jahresergebnisses nutzt. Es verfügt über die technische Infrastruktur, um die Referate in mehrere Sprachen zu übersetzen und per Video zu übertragen. Im gleichen Raum werden sich um 14 Uhr die Analysten treffen, sofern sie die Übertragung nicht aus der Ferne mitverfolgen. Auch das ein Indiz dafür, dass morgen mehr als nur ein neues Produkt angekündigt wird.

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