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Wirtschaftslage in Europa und Deutschland besser als befürchtet

Berlin Die Konjunktur in der EU und besonders in Deutschland ist trotz der Euro-Turbulenzen robuster als befürchtet.

So dürfte die EU-Leistungsbilanz im zweiten Quartal wieder ein Plus aufweisen, und vor allem deutsche Unternehmen haben im Juli ihre Exporte gesteigert. Dies geht aus neuesten Daten vom Freitag hervor. Dazu passt, dass das Produktionsvolumen in Deutschland im Juli im Vergleich zum Vormonat um deutliche 1,3 Prozent gestiegen ist, während die Zahl der Firmenpleiten im ersten Halbjahr zurückging. Branchenbeobachter sehen bereits positiver in die Zukunft, da Deutschland ein kräftiges Exportplus in die Wachstumsmärkte ausserhalb Europas aufwies. Auch die Eurozone profitiere aber von der Exportstärke Deutschlands. Viele europäische Unternehmen gelangten im Huckepack mit dem deutschen Exportmodell auf die Weltmärkte. Deutsche Unternehmen haben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Juli 9,2 Prozent mehr Waren exportiert und deren Wert im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 93,6 Milliarden Euro gesteigert. Auch die Exporte nur in die Eurozone stiegen im Juli im Jahresvergleich um 3,2 Prozent auf 34,1 Milliarden Euro. EU mit Überschuss bei Leistungsbilanz Die gesamte EU hat im zweiten Quartal dieses Jahres überraschend wieder einen Überschuss in der Leistungsbilanz erzielt. Nach jüngsten Schätzungen der europäischen Statistikbehörde Eurostat wandelte sich die Bilanz nach einem Defizit im Vorjahresquartal von 37,1 Milliarden Euro in einen positiven Saldo von 4,6 Milliarden Euro. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2011 ging das Defizit der Warenhandelsbilanz in diesem Jahr auf minus 12,2 Milliarden Euro zurück, nach minus 41,0 Milliarden Euro zuvor.

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