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Zinsspekulationen treiben Euro - Dollar zum Franken auf Rekordtief

Frankfurt Zinsspekulationen haben den Euro am Mittwoch angetrieben.

Einen Tag vor der Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) kletterte die Gemeinschaftswährung auf 1.3870 Dollar und notierte damit rund einen US-Cent höher als am Vorabend. An den Finanzmärkten wird seit längerem erwartet, dass es zuerst in der Euro-Zone und dann erst in Amerika eine Zinserhöhung geben wird. Angesichts der zuletzt wieder gestiegenen Inflationsraten gebe es die Erwartung, dass sich die Rhetorik von EZB-Chef Jean-Claude Trichet diesbezüglich am Donnerstag verschärfen könnte, urteilte ein Experte. Neue Nahrung bekamen die Spekulationen um einen Wechsel der Geldpolitik in der Eurozone vor allem durch sinkende Arbeitslosenzahlen in Deutschland, kommentierten Analysten weiter. Franken bevorzugt Höhere Zinsen machen Anlagen in der jeweiligen Währung attraktiver, weswegen der Dollar zum Euro Strategen zufolge ins Hintertreffen geraten ist. Der führende US-Notenbanker Thomas Hoenig bekräftigte am Mittwoch seine Forderung nach einer drastischen geldpolitischen Wende. Notenbankchef Ben Bernanke hatte sich einen Tag zuvor etwas optimistischer zur Wirtschaftserholung geäussert, jedoch nicht die Bereitschaft zu schnellen Zinserhöhungen erkennen lassen. Der US-Devise half auch nicht, dass die US-Privatwirtschaft im Februar mehr neue Stellen geschaffen hat als erwartet. Die Erwartungen seien bereits sehr hoch gewesen, sagten Analysten. Der Dollar-Index, der einen Korb von sechs grossen Währungen abbildet, fiel um 0,6 Prozent. Wegen des Rufs als sicherer Anlagehafen zogen die Investoren angesichts der politisch instabilen Lage in Libyen den Schweizer Franken vor: Der Dollar fiel zur Schweizer Devise auf ein Rekordtief von 0,9227 Franken.

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