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Der süsse Ursprung der Konfetti

Fasnachtszeit ist Konfettizeit. Hergestellt werden sie in Näfels in der einzigen Konfettifabrik der Schweiz.

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30 Tonnen Konfetti werden an der Luzerner Fasnacht in die Luft und auf die Zuschauer geworfen. Gar 80 Tonnen Konfetti sollen es bei der Basler Fasnacht sein, wobei die Basler den bunten Papierschnipseln in Anlehnung an den Einräppler «Räppli» sagen. Im St. Galler Rheintal heissen sie «Puscherli» und in Österreich «Koriandoli».

Den Konfetti gemeinsam ist ihr Ursprung: Sofern sie aus Schweizer Produktion stammen, kommen sie aus der Glarner Gemeinde Näfels, wo die einzige Konfettifabrik der Schweiz steht. Die Firma Kurt Hauser deckt mit 200 Tonnen produzierten Papierschnipseln rund 70 Prozent des heimischen Bedarfs an Konfetti ab.

In Venedig mit Süssigkeiten beworfen

Wer die Konfetti erfunden hat, ist nicht eindeutig geklärt. Wahrscheinlich war es der Berliner Buchbindermeister Paul Demuth, der 1887 in Venedig auf die Idee mit den Papierschnipseln gekommen sein will. In Venedig war es Brauch, am Karneval Zuckerwaren ans Publikum zu verteilen, respektive ins Publikum zu werfen.

Damit wäre auch gleich die Herkunft des Namens geklärt: Konfekt, oder auf Italienisch «confetto» und im Plural «confetti», bezeichnete die Süssigkeiten, mit denen sich die maskierten Karnevalsteilnehmer bewarfen. Der Buchbinder Demuth machte daraus Konfetti aus Papier. Billiger, farbiger und weniger schmerzhaft für die Getroffenen mögen diese modernen Konfetti wohl sein, aber essbar sind sie leider nicht mehr. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 27.02.2014, 16:46 Uhr

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