Übung 11 – Die magische Minute

Habe Sie bisweilen Mühe, sich für eine tägliche Aktivität zu überwinden? Dann probieren Sie es mit dieser einfachen, aber wirkungsvollen Übung. Lassen Sie sich offen und unvoreingenommen auf das Experiment ein und beobachten Sie dafür umso genauer, was es alles bewirkt.

Stets zur selben Minute beginnen wird bald Wirkung zeigen.

Stets zur selben Minute beginnen wird bald Wirkung zeigen.

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So gehen Sie vor: Nehmen Sie sich in den nächsten Tagen bei einer täglichen Aktivität, für die Sie sich überwinden müssen, eine auf die Minute genaue Startzeit – die magische Minute – vor. Probieren Sie zum Beispiel jeweils genau um 6.30 Uhr (oder was auch immer Ihre Aufstehzeit ist) das Bett zu verlassen, oder exakt um 8.15 Uhr mit der Arbeit zu beginnen, oder diese nach der Pause Punkt 10 Uhr wiederaufzunehmen. Vielleicht versuchen Sie auch, sich abends nach dem Essen und einem kleinen Schläfchen Punkt 20 Uhr für eine Lernsession hinzusetzen. Am besten bereiten Sie ein Protokollblatt mit der beabsichtigten Zeit, der Aktivität und genügend Raum für Ihre tägliche Beobachtung vor. Versuchen Sie jeweils, die vorgenommene Uhrzeit ganz genau, als ginge es um Leib und Leben, einzuhalten und weder vor noch nach der magischen Minute zu beginnen. Wo und wie überall wirkt sich dieser Start zu stets demselben genauen Zeitpunkt aus? Schreiben Sie uns via untenstehendem Feld und nutzen Sie bis zum Verlosungstermin vom 14. September die Gewinnchancen! Falls Sie bereits Erfahrungen mit dem Beginn zur stets derselben Minute haben, freuen wir uns, wenn Sie uns Ihren Beitrag bereits jetzt zusenden. Wie immer werde ich am Montag nach dem Verlosungstermin Ihre Beiträge diskutieren. Wenn Sie das untenstehende Formular ausfüllen und auf alle Fragen eingehen, nehmen Sie automatisch am Wettbewerb teil (siehe Infobox Verlosung). Auch spätere Einträge sind willkommen.

Ihre Erfahrungen und Erkenntnisse Übung 11

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  • Karl (67) am 10.09.2010 10:34 Uhr
  • Wie als Student bin ich jetzt auch als Pensionierter für meine Tageseinteilung selbst verantwortlich, was nicht immer einfach ist. Es beginnt bereits beim Aufstehen und da ich dafür nicht immer motiviert bin, habe ich als magische Minute 6.45 Uhr gewählt. Es ist die Zeit, zu der nun mein Handy klingelt und mich (an den Werktagen) ermahnt, unverzüglich die warmen Federn zu verlassen. Dies habe ich mit einer einzigen Ausnahme geschafft und ich kann mir auf die Schultern klopfen. Nicht nur, weil ich mit dieser Methode nicht länger kostbare Stunden verpenne und dann am Abend schlecht einschlafen kann, sondern weil ich auch mehr Zeit für mein Spanischlernen habe. Die magische Minute 06.45 ist für mich auch gleichzeitig auch ein Taktgeber, auf welchen ich mich schon beim Einschlafen freue.
  • Rita (75) am 06.09.2010 15:03 Uhr
  • Täglich um 19Uhr: ich entgehe den TV Nachrichten - mit dem gesetzten zeitpunkt bekräftige ich meine absicht, ein zu besprechendes buch endlich fertig zu lesen, auch wenn ich damit mühe habe - ich weiss aus erfahrung, dass sich diese übung bewährt, und sie wäre es wert nicht vergessen zu gehen - die konzentration ist grösser, der wille, die arbeit nicht länger auf die lange bank zu schieben eindeutig klar. Das befreit und das schlechte gewissen hat nichts mehr zu vermelden - die belohnung zeigt sich in einem guten, zufriedenen gefühl, dass ich nichts wichtiges verpasst und mein plansoll erfüllt habe - so kann ich mich danach entspannt meinem lieblings-tv programm widmen - ich freue mich im voraus darauf, im anschluss an diese arbeit, eine mir mehr am herzen liegende beschäftigung aufzunehmen – die regelmässigkeit zeitigt überschaubarere resultate – die leistungsfähigkeit steigert sich.
  • Susanne (42) am 03.09.2010 08:38 Uhr
  • Ich habe schon während meiner Studienzeit damit begonnen, mir einen "Tagesplan" aufzustellen. Zum Beispiel habe ich im Endspurt auf das Liz hin immer um 8:30 angefangen zu lernen. Diese Zeitvorgabe hat meinen Tag strukturiert und es einfacher gemacht, mich zu organisieren. Es wurde schnell zur Routine, die ich ohne gross darüber nachzudenken gut durchziehen konnte.
  • Robert (46) am 02.09.2010 19:56 Uhr
  • Diese Woche begann ich immer genau um 07.30 Uhr zu arbeiten. Dazu stellte ich den Natel-Wecker auf 07.26, damit ich rechtzeitig andere Aufgaben abschliessen und mich auf die magische Minute vorbereiten konnte. Auswirkungen: Ich war um 07.30 Uhr "bereit" wie beim Start zu einem Rennen. Wach, klar, fokussiert zu Beginnen, spürte Energie. Der Übergang Nicht-arbeiten - Arbeiten war klar, es gab kein diffuses Wechseln, kein Hin- und Her (schon etwas arbeiten, vor 07.30, oder nach 07.30 Uhr noch etwas Privates tun). Anderseits empfand ich einen gewissen Verlust, dem inneren Faulenzer keinen Spielraum für einige Minuten "plegern" mehr lassen zu können.
  • Waltraud (59) am 01.09.2010 17:56 Uhr
  • Ich praktiziere die magische Minute seit 35 Jahren. Das Einhalten der Eigentermine hat mir schon über viele Motivations- und Antriebslosigkeiten hinweggeholfen. Während der Kindererziehungszeit ohne berufliche Tätigkeit war ich z. B. handarbeitsversessen. Mein Haushalt wäre im Chaos versunken, hätte ich mir nicht feste Beginn-Zeiten für ungeliebte Tätigkeiten gesetzt. Weiterer Vorteil: Eine Belohnung v o r der geplanten Tätigkeit („es reicht noch zu einer Runde häkeln“, „1 Tasse Kaffee“ etc. „und dann geht’s los!“). Nachteil sehe ich in der „Verzeitlichung“. Durch meine Ausrichtung auf die Uhrzeit (Zeitdressur in der Erziehung) geht manchmal die innere Beteiligung verloren bzw. die Fähigkeit, in der Auseinandersetzung mit den einzelnen Tätigkeiten in die Tiefe zu gehen.

Erstellt: 30.08.2010, 08:57 Uhr

Infobox

Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern von Übung 11 verlosen wir 3 Exemplare «Energiekompetenz» von Verena Steiner. Von der Verlosung ausgenommen sind Beiträge, die nicht auf die persönlichen Erfahrungen beim Ausprobieren der Übung eingehen oder welche, die mangelhaft sind. Einsendeschluss: Dienstag, 14. September 12 Uhr.

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