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Dem Spiel gaben sich Frauen und Männer gemeinsam hin

Spielen galt in der Geschichte immer wieder als Zeitverschwendung. Nicht aber bei den Römern, wie archäologische Funde zeigen: Sie liebten Brett-, Ball- und Würfelspiele. Erwachsene ebenso wie Kinder.

Der Spruch «Alea iacta est» (sinngemäss: «Die Würfel sind gefallen») kommt nicht von ungefähr: Wandmalerei in Pompei (1. Jh.)
Der Spruch «Alea iacta est» (sinngemäss: «Die Würfel sind gefallen») kommt nicht von ungefähr: Wandmalerei in Pompei (1. Jh.)
PD

«Veni, vidi, ludi» – «Ich kam, sah und spielte.» So heisst ein Nationalfonds-Projekt der Freiburger Archäologen Ulrich Schädler und Véronique Dasen. Der lateinische Titel lässt keine Zweifel: Es geht hier um die alten Römer. Und zwar um die Alten wie die Jungen, um Männer und Frauen, um alle, die damals auf irgendeine Art und Weise spielten. Dass schon in römischer Zeit – und auch schon früher – gespielt wurde, das beweisen Texte wie archäologische Funde. Allerdings gehörte das Spielen zum Zeitvertreib, und Müssiggang war eher etwas für vermögende Leute. Die unteren Schichten mussten hart arbeiten, die Kinder hatten so bald als möglich mitzuhelfen, sei es auf dem Feld, in der Werkstatt, sogar im Bergwerk. Für das Spielen blieb ihnen vermutlich nicht viel Zeit, auch wenn es im römischen Kalender durchaus viele Feiertage gab, welche die ganze Bevölkerung bei Laune hielten.

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