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Der Denkfabrikant

Sein Arbeitsplatz ist beneidenswert, und die Institution, der er vorsteht, einzigartig. Als neuer Leiter des Denklabors Collegium Helveticum will Thomas Hengartner den Einfluss der Digitalisierung ausloten.

«Wir werden nicht den kulturpessimistischen Drohfinger zeigen», sagt Thomas Hengartner. Foto: Sabina Bobst
«Wir werden nicht den kulturpessimistischen Drohfinger zeigen», sagt Thomas Hengartner. Foto: Sabina Bobst

Die Symbolik ist perfekt. Es geht über eine Wendeltreppe zum Observatorium der Semper-Sternwarte. Der neue Chef in den Gemäuern stösst die Tür zur Dachterrasse auf. Ein betörender Blick über die Dächer Zürichs bis zu den Glarner Alpen eröffnet sich. Drinnen, im obersten Stock des Turms, steht ein altes Teleskop. Jahrzehnte jünger zwar als die Sternwarte, aber auch schon altgedient. Studenten blicken heute noch gelegentlich durch das Fernrohr zu den Sternen. Das alles passt zum Denklabor, das in diesem ehrenwerten Gebäude, 1864 von Gottfried Semper erbaut, untergebracht ist. «Hier wollen wir über den Horizont der wissenschaftlichen Disziplinen hinausdenken», sagt Thomas Hengartner. Der Kulturanthropologe und Volkskundler ist der neue Leiter des Collegium Helveticum für die nächsten fünf Jahre.

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