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«Dialekte werden in Deutschland am negativsten bewertet»

Wer Dialekt spricht, gilt als sympathisch, aber ungebildet. Die Mundart in Deutschland hat – ganz im Gegensatz zur Schweiz – ein Image-Problem. Völlig zu Unrecht.

Von Timo Stukenberg

Nach den ersten Sätzen meinen viele zu wissen, woher Matthias Sutter kommt. In Österreich gelte ich als Deutscher, weil ich so schön Deutsch spreche. «In Deutschland gelte ich oft als Schweizer», erklärt Sutter in seiner melodiösen Sprachfärbung mit dem gedehnten A, das eher an ein O erinnert. «Und die Schweizer merken sofort, dass ich nicht aus der Schweiz komme.»

Der Einschlag in seinem Hochdeutsch ist vorarlbergisch. Er sagt «voradelbergerisch». Sutter ist ein «Gsiberger», weil die Menschen in Vorarlberg «I bin gsi» anstatt «Ich bin gewesen» sagen.

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