Fünf Lern-Mythen, die wissenschaftlich widerlegt sind

Was bringt es, wenn Kinder ein Jahr wiederholen? Und was bringt selbstbestimmtes Lernen wirklich? Die Fakten.

Unterricht in der Steiner-Schule Ittigen: Die Frage, wie Kinder am besten lernen, ist umstritten.

Unterricht in der Steiner-Schule Ittigen: Die Frage, wie Kinder am besten lernen, ist umstritten. Bild: Adrian Moser

In wenigen Wochen veröffentlicht die OECD die Resultate der Pisa-Studie 2015. Der Schwerpunkt der alle drei Jahre stattfindenden Tests mit 15-jährigen Schülern aus 72 Ländern liegt dieses Jahr auf den Kenntnissen in Naturwissenschaften, Lesen, Mathematik sowie den Fähigkeiten der Schüler im Bereich der Finanzen. Die Pisa-Tests sind immer auch ein Prüfstein für die Lernmethoden in den von Reformen gebeutelten Schulstuben. Doch allzu oft herrschen ideologische Vorstellungen darüber vor, wie Schüler am besten lernen, die keine wissenschaftliche Basis haben.

Der neuseeländische Erziehungswissenschaftler John Hattie hat in der bisher umfangreichsten und viel zitierten Arbeit über 800 Meta-Analysen von insgesamt 50'000 Studien ausgewertet, welche die Wirksamkeit von Massnahmen im Bereich der Schule testeten. Darin sind die Resultate von über 200 Millionen Schülern weltweit eingeflossen. Sein epochales Buch «Visible Learning» wurde 2009 veröffentlicht, 2013 ist es unter dem Titel «Lernen sichtbar machen» erschienen. Dabei konnte Hattie zum Beispiel zeigen, dass die Lehrer-Schüler-Beziehung oder ein gutes Feedback der Lehrer entscheidende Erfolgsfaktoren sind. Andererseits wurden auch Methoden als Mythen ohne wissenschaftliche Grundlage entlarvt. Wir präsentieren fünf populäre Mythen, die nichts bringen:

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 17.11.2016, 18:43 Uhr

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