…26 Jahren: Das Attentat auf Indira Gandhi

Am 31. Oktober 1984 wird Indiens Ministerpräsidentin Indira Gandhi ermordet.

Hat sich bis zuletzt eingesetzt: Indira Gandhi, Ministerpräsidentin von Indien im Jahr 1976.

Hat sich bis zuletzt eingesetzt: Indira Gandhi, Ministerpräsidentin von Indien im Jahr 1976. Bild: AFP

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Im Januar 1980 tritt Indira Gandhi ihre zweite Amtszeit als Ministerpräsidentin von Indien an. Zu dieser Zeit wird im Bundesstaat Punjab die Separatistenbewegung extremistischer Sikhs wieder stärker. Diese fordern mehr Religionsfreiheit und einen eigenständigen Bundesstaat. Nach Unruhen leitet Gandhi eine umstrittene Militäroperation ein – ihr letzter politischer Streich.

Operation Blue Star und kein Interview

In Assam und Kashmir kommt es zu Ausschreitungen. Darauf verschanzt sich der Führer der Extremisten mit seinen Anhängern im goldenen Tempel und fordert den eigenen Staat. Anläufe zu Gesprächen schlagen fehl, sodass Indira Gandhi die Operation Blue Star ins Leben ruft. Mit 400 Soldaten soll das grösste Heiligtum der Sikhs zurückerobert werden, was im Nachhinein auch geschieht. Bei der Aktion sterben 2000 Sikhs. Obwohl viele die Aktion unterstützten, werden auch Kritiken laut. Ihre Sikh-Leibwächter entlässt sie auch nach der Aktion nicht.

Am 31. Oktober 1984 soll Gandhi für eine Dokumentarfilmreihe der BBC mit dem Namen «Ustinov’s People» in ihrem Garten ein Interview geben. Ustinov und die Filmcrew warten vergebens – auf dem Weg zum Interviewtermin wird die Ministerpräsidentin von ihren Sikh-Leibwächtern erschossen. Nach Gandhis Ermordung wurden an die 3000 Sikhs getötet, an die 100'000 fliehen aus Delhi und in den Bundesstaat Punjab und dessen Camps.

Erstellt: 15.10.2010, 14:58 Uhr

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