…63 Jahren: Das grösste Flugboot der Welt hebt ab

Am 2. November 1947 fliegt Howard Hughes zum ersten und letzten Mal die «Spruce Goose».

Gross und Schwer: Die H–4 Hercules mit einer Spannweite von beinahe 100 Metern und einem Gewicht von ungefähr 122'000 Kilogramm.

Gross und Schwer: Die H–4 Hercules mit einer Spannweite von beinahe 100 Metern und einem Gewicht von ungefähr 122'000 Kilogramm.

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Der amerikanische Unternehmer und Flugpionier Howard Hughes entwickelt ein Wasserflugzeug, das im Krieg Panzer und Soldaten nach Europa transportieren soll. Doch noch bevor Hughes Flugboot wirklich abheben kann, ist der Krieg vorbei.

Das Flugzeug, das nur einmal fliegt

Da Schiffe während des Zweiten Weltkriegs ständig von deutschen U-Booten angegriffen werden, schreibt die US-Navy einen Wettbewerb für ein Transportflugboot aus. Dieses muss aus nicht «kriegswichtigen Werkstoffen» gebaut werden und bis im Jahr 1944 einsatzbereit sein. Hughes kann die Regierung von seinem Flugboot begeistern und legt schliesslich mit dem Bau der Hughes H-4 Hercules los.

Bei der Realisierung des Projekts erweist sich vor allem das Holz als hinderlich, ist das Material für das wasserlandungsfähige Flugzeug viel zu schwer. Doch Hughes lässt sich trotz Verzögerungen nicht von seinem Traum abbringen und kann ihn – nachdem der Krieg schon zu Ende ist – realisieren.

Am 2. November 1974 fliegt die wegen des Materials genannten «Spruce Goose» (Fichtengans) vor Journalisten in Kalifornien auf einer Höhe von 20 Metern 1,5 Kilometer weit. Ob das grösste Flugboot der Welt, mit einer Spannweite von fast 100 Metern, ohne den hilfreichen dynamischen Auftrieb, dem sogenannten Bodeneffekt, jemals hätte fliegen können, ist bis heute ungeklärt. Denn nach dem zweiten Novembertag wird das riesige Flugboot nie wieder abheben.

Nach dem Flug wurde die Spruce Goose in dem Hangar, in dem es gebaut worden war, eingemottet. Erst nach dem Tod von Hughes konnte das Flugschiff der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Seit 1992 ist es im Evergreen Aviation Museum in McMinnville; Oregon/USA untergebracht.

Erstellt: 18.10.2010, 15:29 Uhr

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