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«Bauchgefühl ist nicht Wahrheit»

«Es ist Zeit, die Waffen der Aufklärung zu fassen: Gelächter, Satire, Spott», sagt Daston. Foto: Felix Brüggemann

«Postfaktisch» war das Wort des Jahres 2016. Aber gab es Propaganda nicht schon immer?

Herrschte zur Zeit des frühen Buchdrucks auch Verwirrung darüber, was Fakten sind?

Nackte Erfahrung – geht das?

Ist die Postmoderne schuld an den vielen Zweifeln? Gelehrte wie Hayden White, die beharren, dass es keine wahre Vergangenheit gibt, nur subjektive Erzählungen davon?

Trotzdem: Die Idee, dass es keine objektive Wahrheit gibt, sondern nur subjektive Erzählungen, die hat sich verbreitet, oder?

Wie sieht dieser Raum aus?

Ein Richter ist eine Autorität. Autoritäten werden rar, Wikipedia ist kein Brockhaus.

Autoritäten müssen Zensur üben können?

Wer soll hier tätig werden? Etwa der Staat?

Und von allen, die suprastaatlicher Regulierung misstrauen. Das sind viele.

Soll man Gegenstimmen verbieten? Wissen sie nicht manchmal mehr als der Mainstream?

Sie können sie trotzdem nicht wegregulieren.

Viele Leute sind beleidigt, wenn man ihre Weltsicht hinterfragt. Es herrscht ein Kult der Subjektivität: Was ich fühle, muss richtig sein.

Was ist es stattdessen?

Wie begegnen Sie als Bürgerin der USA einer Regierung, die «alternative Fakten» ersinnt?

Genügt Spott? Man kann am Wochenende lachen und sich werktags ducken.

Ein Forscher in Berkeley will in die Politik – mit dem Motto «Liberty, Equality, Reality».

Sollten sich Wissenschaftler so einmischen?

Gute Wissenschaft erfordert kein Schweigen?

Viele Firmen finanzieren Forschung. Können wir akademischen Fakten noch trauen?

Manche Universitäten in Europa hoffen auf einen Trump-Effekt, auf US-Forscher.

Das hat mit Trump aber nichts zu tun.