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Der Hölle am Finsteraarhorn entronnen

Vor 200 Jahren wurde das Finsteraarhorn angeblich erstmals bestiegen. 90 Jahre später setzte die Britin Gertrude Bell zu einem noch kühneren Sturm an: Die Erstbesteigung der Ostwand. Sie scheiterte heroisch.

«Furchtbar schmal»: In der extrem steilen und exponierten Ostwand des Finsteraarhorns blies Gertrude Belle zum Rückzug.
«Furchtbar schmal»: In der extrem steilen und exponierten Ostwand des Finsteraarhorns blies Gertrude Belle zum Rückzug.
Andreas Staeger

Wohl den schönsten Blick in die Berner Alpen geniesst man, mit dem Bundeshaus im Rücken, von der Bundesterrasse aus. Mit ihren wuchtigen, harmonisch geformten Felsmassen dominieren Eiger, Mönch und Jungfrau das Panorama unübersehbar. Wesentlich diskreter nimmt sich dagegen das Finsteraarhorn aus: Der mit 4273,9 Metern höchste Gipfel des Kantons Bern ragt am Ende einer Kette von unscheinbaren Felsköpfen und Graten empor, die sich links des Eigers erstrecken. Das mächtige Schreckhorn, das noch weiter östlich einsam in die Höhe ragt, stiehlt ihm gleichsam die Schau.

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