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Die DDR war schon 1982 pleite

Das Ende der DDR war nach Ansicht von Experten durch ökonomische Umstände schon Mitte der 1980er-Jahre programmiert.

Detailliert schilderten Wissenschaftler am Freitag in Dresden den zunehmenden Substanzverlust der Wirtschaft im Osten. Zwar seien die Auslandsschulden der DDR von rund acht Milliarden Dollar 1989 noch beherrschbar gewesen, sagte Wirtschaftswissenschaftler André Steiner. Bei der mangelnden Konkurrenzfähigkeit von DDR-Produkten auf dem Weltmarkt habe es aber keine Chance gegeben, das Problem dauerhaft zu lösen.

Laut Steiner war die DDR schon 1982 nahezu zahlungsunfähig. Aus politischen Gründen habe das Land die Ausgaben für den Lebensstandard aber nicht einschränken wollen. Da auch Auslandsschulden zu begleichen waren, seien schliesslich die Investitionen reduziert worden.

Devisenvorräte schrumpften

Nach Angaben des Mannheimer Forschers Christoph Buchheim erschwerten internationale Entwicklungen die Lage. Die Sowjetunion habe Mitte der Achtzigerjahre ihren Bruderstaaten nicht mehr im gleichen Umfang wie zuvor Öl und Rohstoffe liefern können. Ein Preisverfall beim Öl habe die dringend benötigten Devisen schrumpfen lassen.

SDA/se

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