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Die Schweiz erhält neuen Welterbetitel

Die Unesco hat die Schweizer Pfahlbauten als Weltkulturerbe anerkannt. 15 Kantone werden somit zusätzlich mit dem Label versehen. Das Land zählt somit schon elf Weltkulturstätten.

Wurde zur Eröffnung des Landesmuseums gebaut: Pfahlbauer-Modell aus dem Jahr 1898.
Wurde zur Eröffnung des Landesmuseums gebaut: Pfahlbauer-Modell aus dem Jahr 1898.
Keystone

Die Schweiz hat den Pfahlbauern, die vor Jahrtausenden auf ihrem Gebiet siedelten, ihre elfte Weltkulturstätte zu verdanken. Das Welterbekomitee der Unesco hat heute die Kandidatur, die 111 Stätten der Pfahlbauer im Alpenraum umfasst, akzeptiert.

Die Federführung bei der transnationalen Kandidatur lag beim Bundesamt für Kultur (BAK). 56 der 111 aus 1000 bekannten Pfahlbau- Stätten ausgewählten Standorte befinden sich in der Schweiz, fünf in Italien, drei in Frankreich, je zwei in Deutschland und Österreich sowie eine in Slowenien.

Unesco-Label in 15 Kantonen

Die Pfahlbauten, Seeufer- oder Feuchtbodensiedlungen bezeichnen keine einheitliche Kultur, wie es im Communiqué des BAK heisst. Insgesamt umfasst dieser Begriff rund 30 verschiedene Kulturgruppen der Jungsteinzeit, Bronzezeit und beginnenden Eisenzeit zwischen 5000 und 800 v. Chr., die in den Alpenländern präsent waren.

In nicht weniger als 15 Kantonen sind künftig mit dem Unesco-Label versehene Pfahlbaustätten zu finden: in Aarau, Bern, Freiburg, Genf, Luzern, Neuenburg, Nidwalden, Schaffhausen, Schwyz, Solothurn, St. Gallen, Thurgau, Waadt, Zug und Zürich.

Bis anhin gab es in der Schweiz zehn Weltkulturerbe-Stätten. Als letzte erhielten 2009 die Uhrmacher-Städte La Chaux-de-Fonds und Le Locle das vor allem für den Tourismus wertvolle Gütesiegel.

SDA/mrs

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