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«Die Schweiz plante, mit dem Feind des Feindes zu kooperieren»

Mit dem Attentat auf den österreichisch-ungarischen Thronfolger nahm der Erste Weltkrieg seinen Lauf. Historiker Georg Kreis schildert, wie die Schweiz und ihre Bewohner davon betroffen waren.

Rupen Boyadjian
«Jetzt hatte man Gelegenheit, für das Vaterland einzustehen»: Gruppenaufnahme von Soldaten mit Gewehr, Gamelle und Schuhputzzeug, 1916 in der Schweiz.
«Jetzt hatte man Gelegenheit, für das Vaterland einzustehen»: Gruppenaufnahme von Soldaten mit Gewehr, Gamelle und Schuhputzzeug, 1916 in der Schweiz.
Fotostiftung Schweiz/Anonymous, Keystone

Am 28. Juni 1914 hat Gavrilo Princip in Sarajewo den österreich-ungarischen Thronfolger Franz Ferdinand ermordet. Wie wurde in der Schweiz darüber berichtet?

«Die» Schweiz gab es so nicht. Der französisch- und der deutschsprachige Landesteil interpretierten das Ereignis völlig gegenläufig. Sie stimmten nur in einem Punkt überein, allerdings in einem wesentlichen. Sie hofften, dass der Konflikt, der allenfalls entstehen könnte, lokal beschränkt sein würde. Sie hatten nicht mit einem grossen Völkerkrieg, einem Weltkrieg, gerechnet.

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