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Die Schweizer Kolonial-Komplizen

Nationalparkgründer Paul Sarasin und sein Vetter Fritz gelten bis heute als achtbare Naturforscher. Doch in den Tropen Südostasiens half das Liebespaar europäischen Grossmächten bei Gräueltaten an Eingeborenen.

Unheilvolle Liebe zur Wildnis: Die Forscher und Lebenspartner Fritz und Paul Sarasin posieren mit einem auf Ceylon erlegten Elefanten. Foto: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv
Unheilvolle Liebe zur Wildnis: Die Forscher und Lebenspartner Fritz und Paul Sarasin posieren mit einem auf Ceylon erlegten Elefanten. Foto: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv

Sie sind der Natur oder fremden Kulturen gewidmet, man assoziiert Gutes mit ihnen – doch ihre Geschichte hat eine blutige Komponente, die heute aus dem öffentlichen Bewusstsein entschwunden ist. Es geht um urschweizerische Institutionen wie den Nationalpark in Graubünden, das Basler Museum der Kulturen oder die Akademie der Naturwissenschaften. Wer gründlich in ihre Frühzeit zurückblickt, findet sich unversehens in einer Welt wieder, die nach landläufiger Meinung keine schweizerische ist: die Welt der europäischen Kolonialreiche in den «unterentwickelten» Erdteilen des 19. Jahrhunderts. Eine Welt, die wissenschaftliche Neugier mit Unterdrückung und Zerstörung verschwisterte.

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