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«Ich kann nicht einfach sagen, ich bereue das»

Der ehemalige Terrorist Karl-Heinz Dellwo über seine Zeit bei der RAF, linke Ideen und die Globus-Krawalle.

Karl-Heinz Dellwo war Mitglied der Roten Armee Fraktion (RAF) und 1975 an der Botschaftsbesetzung in Stockholm beteiligt, bei der drei Menschen ums Leben kamen. Dafür sass er 20 Jahre in Haft. Er ist einer der wenigen RAF-Mitglieder, die sich öffentlich zur ihrer Vergangenheit äussern. Nun gibt er die «Bibliothek des Widerstands» heraus (siehe Infobox).

Sie haben öffentlich der Gewalt abgeschworen, den linken Idealen sind Sie treu geblieben. Ist die Bibliothek des Widerstands einfach die Fortführung des Kampfes mit friedlichen Mitteln? Es ist für mich weiterhin die Suche nach der Frage, wie man eine klassenlose Gesellschaft herstellen könnte. Wir wollen mit der Bibliothek aber vor allem die Geschichte der Linken beleuchten. Jeder soll sehen können, welche Kämpfe geführt wurden und seine Schlüsse daraus ziehen – ob er die Proteste nun gut findet oder nicht. Das Medium Film ermöglicht es uns, sehr nahe an die reale Stimmung von damals heranzukommen. Und wir hoffen, dass es uns gelingt, die Geschichte aus der Zwangsjacke der bürgerlichen Geschichtsinterpretation zu befreien.

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