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Im Morgengrauen kamen sie über die Hügel

Der Zürcher Historiker Martin Bürgin erforscht einen Pogrom gegen die Juden im Aargau.

Der israelitische Friedhof im aargauischen Lengnau. Hier liegen die Menschen begraben, die den Pogrom erleben mussten. Foto: Thomas Burla
Der israelitische Friedhof im aargauischen Lengnau. Hier liegen die Menschen begraben, die den Pogrom erleben mussten. Foto: Thomas Burla

Es war ein furchterregender Anblick. Am Morgen des 21. September 1802 traten die Juden von Lengnau und Endingen vor ihre Häuser und sahen, wie ein bewaffneter Mob über die Hügelketten, die das Surbtal begrenzen, in Richtung ihrer Dörfer zog. Bauern, ehemalige Söldner und Patrizier, manche hoch zu Ross, insgesamt rund 800 Männer, strömten von allen Seiten ins Aargauer Tal. Sie waren mit Säbeln, Gewehren und Heugabeln bewaffnet. Und sie kamen, um zu plündern, zu verletzen und zu zerstören.

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