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«Jesus wachte aus der Narkose auf und stand auf»

Historiker Johannes Fried hat steile Thesen zum Tod Jesu – und macht sich damit viele Feinde. Widerlegen konnte sie bislang aber niemand.

The Resurrection of Jesus, 1511-1530, fresco by Francesco da Milano, Sala dei Battuti (Flagellants Hall), Conegliano Cathedral, Veneto, Italy, 16th century. Foto: Getty Images
The Resurrection of Jesus, 1511-1530, fresco by Francesco da Milano, Sala dei Battuti (Flagellants Hall), Conegliano Cathedral, Veneto, Italy, 16th century. Foto: Getty Images

Sie behaupten, Jesus sei nicht am Kreuz gestorben. Dabei stützen Sie sich auf eine medizinische Studie über den Hergang der Passion. Was ist deren Befund?

Johannes Fried: Jesus hatte schon bei seiner Folterung, bevor man ihn ans Kreuz schlug, einen Pleuraerguss erlitten. Die Römer prügelten mit brutalen Peitschen: mit kurzen Stielen und kurzen Schnüren, an denen vorne Eisenkugeln befestigt waren. Die rissen nicht nur äussere Wunden, sondern brachen auch die Rippen. Die gebrochenen Rippen wiederum verletzen das Rippenfell, sodass es in den Pleuraspalt hineinblutet. Es kommt zu einem Pleuraerguss. Dabei wird die Lunge so zusammengepresst, dass sie sich nicht mehr weiten, dass man also nicht mehr atmen kann. Vor allem lässt sich das Kohlendioxid nicht mehr abatmen. Nach einer Weile führt das zu einer tödlichen CO2-Vergiftung. Das ist Alltagswissen eines jeden Unfallmediziners.

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