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Neue Funde im Eis – älter als Ötzi

Die prähistorischen Funde vom Schnidejoch im Berner Oberland sind älter als bisher angenommen. Sie stammen aus der Zeit um 4500 v. Chr. und sind somit rund 1000 Jahre älter als die Gletschermumie Ötzi.

Archäologen auf dem Schnidejoch: Ihre Funde sind noch älter als bisher angenommen.
Archäologen auf dem Schnidejoch: Ihre Funde sind noch älter als bisher angenommen.
Keystone

Das Alter der über 300 seit 2003 auf dem Schnidejoch aus dem Gletschereis aufgetauchten Objekte sei an der ETH Zürich mit Hilfe der Radiocarbonmethode exakt bestimmt worden, teilte die Universität Bern mit. Dabei habe sich gezeigt, dass die Funde rund 1500 Jahre älter sind als bisher angenommen.

Älteste Funde dieser Art in den Alpen

Damit seien die aufgefundenen Kleidungsstücke aus Leder und Bast, der Köcher und die Pfeile die ältesten Funde dieser Art in den Alpen. Sie galten schon bisher als Beweis dafür, dass auf dem Schnidejoch, einem auf 2756 Meter über Meer gelegenen Übergang zwischen dem Berner Oberland und dem Wallis, schon vor über 5000 Jahren reger Verkehr herrschte.

Die neusten Ergebnisse wurden am Donnerstag an einer internationalen Tagung von Archäologen und Klimawissenschaftern in Bern bekannt gegeben. Es handle sich dabei um die erste Konferenz mit Fachleuten aus beiden Forschungsbereichen.

Auch für Klimaforschung von Interesse

Die archäologischen Erkenntnisse seien auch für die Klimaforschung von Interesse, heisst es weiter. So lieferten sie Aufschlüsse über den Einfluss des Klimas auf frühgeschichtliche Migrationsbewegungen.

SDA/cpm

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