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Operation «Casey Jones»

Die Bilder zeigen eine verschwundene Schweiz: Die US-Luftwaffe machte 1946 von der Schweiz mehr als 4000 Luftaufnahmen. Jetzt wurden sie neu aufbereitet.

Nach dem Krieg wurden solche Bomber zu Fotoflugzeugen umgebaut. Foto: Getty Images
Nach dem Krieg wurden solche Bomber zu Fotoflugzeugen umgebaut. Foto: Getty Images

Die Anfrage der amerikanischen Gesandtschaft in Bern im März 1946 betraf ein delikates diplomatisches Thema. Die Luftwaffe der USA wollte in einer grossen Flugkampagne das Gebiet der Schweiz fotografieren. Das Gesuch passierte den Instanzenweg durch die aussenpolitisch und militärisch höchsten Stellen innert weniger Wochen. Da die USA der Schweiz, die sich aus dem Krieg militärisch herausgehalten hatte, wenig Sympathie entgegenbrachten, schien eine gewisse Grosszügigkeit angezeigt. Die Flugaufnahmen wurden bewilligt. Allerdings stellte die Schweiz drei Bedingungen: Die Aufnahmen sollten der Erstellung einer auch zivil nutzbaren Luftfahrtkarte dienen, Schweizer Beobachter sollten Flüge ihrer Wahl an Bord begleiten dürfen, und von allen Bildern sollten Kopien an die Schweiz ausgehändigt werden.

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