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So viel sollen Einsteins Briefe kosten

Briefe über Gott und die Welt – im wörtlichen Sinn. Albert Einsteins Schriften werden versteigert. Es wird eine riesige Summe erwartet.

Einige seiner Briefe werden durch das Auktionshaus Profiles in History versteigert: Der legendäre Physiker Albert Einstein im Juni 1954.
Einige seiner Briefe werden durch das Auktionshaus Profiles in History versteigert: Der legendäre Physiker Albert Einstein im Juni 1954.
AP Photo
Hier schrieb Einstein über seine Relativitätstheorie: Einer der Briefe, die unter den Hammer kommen.
Hier schrieb Einstein über seine Relativitätstheorie: Einer der Briefe, die unter den Hammer kommen.
AP/Profiles In History
Auch bei einer Auktion Luzern wurde einst ein Schriftstück Einsteins versteigert: Der Brief an Walther Rathenau erzielte 174'000 Franken. (23. Februar 2012)
Auch bei einer Auktion Luzern wurde einst ein Schriftstück Einsteins versteigert: Der Brief an Walther Rathenau erzielte 174'000 Franken. (23. Februar 2012)
Romina Amato, Reuters
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Albert Einstein schrieb viel und gerne – nicht nur über Physik. Heute wird eine der grössten Sammlungen an Briefen des legendären Wissenschaftlers versteigert. Der Auktionspreis könnte die Grenzen von einer Million US-Dollar übersteigen.

Einstein verfasste unter anderem Briefe an seine Söhne Hans Albert und Eduard sowie an seine Ex-Frau Milena Maric. Es ging um Themen wie Gott, die Atombombe, Ehebruch und die Gefahr, wie in der angstgeprägten Ära des Kalten Krieges eine amerikanische Version Hitlers an die Macht kommen könnte.

«Wir haben eine fantastische Sammlung an persönlichen und handgeschriebenen Briefen Einsteins zu einem breiten Themenfeld», sagt Joseph Maddalena, der Chef des Auktionshauses Profiles in History in Los Angeles, gegenüber dem britischen «Telegraph».

Die Briefe böten einen tiefen Einblick ins Innerste des Nobelpreisträgers, so wie ihn nur Einstein selbst liefern könne.

Gewisse Leute in Deutschland sind hinter mir her.

Einstein zum wachsenden Antisemitismus

Der Leser erfährt, wie Einstein ab 1923 den wachsenden Antisemitismus in Deutschland wahrnahm:

«Ich sitze hier ruhig in Holland, nachdem ich erfahren habe, dass es gewisse Leute in Deutschland gibt, die hinter mir als ‹Jewish Holy Man› her sind. In Stuttgart gab es sogar ein Plakat, auf dem ich als reichster Jude aufgeführt war. Ich denke darüber nach, meine Stelle in Deutschland für immer aufzugeben. Aber ich mache es nicht, weil dies die deutschen Intellektuellen moralisch schädigen würde.»

Das Thema der theoretischen Physik ist zurzeit extrem heikel.

Einstein zur Lage der Wissenschaft

In einem Brief an seine Ex-Frau beklagt sich Einstein über den Zustand der Naturwissenschaft – trotz seines Forschungserfolges:

«Die Relativitätstheorie ist nun experimentell bestätigt worden. Aber die Verbindung zwischen Gravitation und Elektrizität hat Schiffbruch erlitten, zumindest meiner Meinung nach. Der Zustand der theoretischen Physik ist zurzeit extrem heikel.»

Es ist nicht das erste Mal, dass Einsteins Schriften unter den Hammer kommen. Im Jahr 2012 wurde sein Gottesbrief, in dem Einstein Religion thematisiert, für drei Millionen Dollar verkauft.

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