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Verschollen im Urwald, aber nicht vergessen

Vor vierzehn Jahren ist Bruno Manser in Malaysia verschwunden. Sein Nachfolger setzt den Kampf fort – und erzählt in einem Buch die Tragödie eines indigenen Volkes, das von der Globalisierung eingeholt wird.

Der 1954 in Basel geborene Manser setzte sich seit den 80er-Jahren für den Schutz des Urwaldes und der Urbevölkerung Malaysias und Borneos ein. Seit dem Jahr 2000 gilt Manser als verschollen. Aufnahme von Alberto Venzago aus dem Jahre 1986.
Der 1954 in Basel geborene Manser setzte sich seit den 80er-Jahren für den Schutz des Urwaldes und der Urbevölkerung Malaysias und Borneos ein. Seit dem Jahr 2000 gilt Manser als verschollen. Aufnahme von Alberto Venzago aus dem Jahre 1986.
Alberto Venzago / Bruno Manser Fonds
Die indigenen Penan auf Malaysia zeigen auf einer Karte, wo sie Anspruch auf ihr traditionelles Land haben.
Die indigenen Penan auf Malaysia zeigen auf einer Karte, wo sie Anspruch auf ihr traditionelles Land haben.
Bruno Manser Fonds
Alt Bundesrätin Ruth Dreifuss bei ihrer Rede an der Gedenkfeier für Bruno Manser am 21. Mai 2005  in der Elisabethenkirche in Basel.
Alt Bundesrätin Ruth Dreifuss bei ihrer Rede an der Gedenkfeier für Bruno Manser am 21. Mai 2005 in der Elisabethenkirche in Basel.
Markus Stücklin, Keystone
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Anfang des Jahrtausends kämpfte sich ein Staatsfeind durch den Regenwald der Insel Borneo. Es war der 46-jährige Basler Bruno Manser, Umweltschützer und Menschenrechtler, als solcher in Malaysia unerwünscht und daher illegal unterwegs zu seiner zweiten Familie, den Urwaldnomaden. Auf der Suche nach einem Leben nahe an den Ursprüngen der Menschheit hatte er fünfzehn Jahre zuvor den Stamm der Penan aufgesucht und während sechs Jahren dort gelebt. Er wurde Teil des friedliebenden Volkes, das durch die Wälder zog und nichts weiter beanspruchte als die Stärke der Sagopalme, süsse Urwaldfrüchte und Pfeilgift für die Jagd auf Affen, Vögel oder Wildschweine. Manser glaubte, bei den Penan sein Paradies gefunden zu haben.

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