…vor 81 Jahren: Die Eiserne Lunge

Am 14. September 1929 präsentiert ein amerikanischer Ingenieur erstmals ein Gerät, dass die maschinelle Beatmung eines Menschen ermöglicht.

Ausschnitt aus dem Kurzdokumentarfilm «Atemstunden»: Aufgrund einer Erkrankung ist Dichter und Journalist Mark O’Brien jahrelang auf die Eiserne Lunge angewiesen.

Ausschnitt aus dem Kurzdokumentarfilm «Atemstunden»: Aufgrund einer Erkrankung ist Dichter und Journalist Mark O’Brien jahrelang auf die Eiserne Lunge angewiesen. Bild: Keystone

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Der US-Amerikaner Philip Drinker entwickelt um 1920 die Eiserne Lunge. Dabei handelt es sich um ein Gerät, das lungenkranken Menschen eine künstliche Atmung ermöglichen soll.

Der Körper des Patienten befindet sich bis zum Hals komplett im Inneren eines Hohlzylinders. Nur der Kopf bleibt draussen. Die Eiserne Lunge schliesst am Hals luftdicht ab und erzeugt einen Unterdruck. Dadurch drückt der Umgebungsdruck Aussenluft durch den Mund des Patienten in die Lungen. Entsprechend geschieht die Ausatmung durch den Aufbau eines Überdruckes in der Kammer.

Der erste Einsatz

Drinker testet seine Erfindung zunächst im Selbstversuch, bevor es zum ersten Einsatz einer Eisernen Lunge am 12. Oktober 1928 am Children's Hospital in Boston kam. Ein achtjähriges Mädchen, das an der Viruskrankheit Polio erkrankt und ins Koma gefallen ist, kann auf diese Weise innerhalb weniger Minuten wiederbelebt werden.

Erst nachdem das Gerät zum Patent angemeldet war, erfolgt am 14. September 1929 die Vorstellung in der Öffentlichkeit. Die Geräte werden noch bis etwa 1970 hergestellt. Eines von ihnen kann man heute noch im Medizinisch Historischen Museum in Zürich sehen.

Erstellt: 01.09.2010, 15:40 Uhr

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