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1500 Schweizerinnen machten den Praena-Test

Untersuchung auf Downsyndrom: Der umstrittene Test für Schwangere wurde auch aus psychologischen Gründen eingeführt. Nun zieht der Hersteller eine Bilanz.

Bereits ab der 9. Schwangerschaftswoche einsetzbar: Ein Praena-Testset.
Bereits ab der 9. Schwangerschaftswoche einsetzbar: Ein Praena-Testset.
Keystone

Ein Jahr nach der Markteinführung des umstrittenen Praena-Tests für Schwangere zieht die Anbieterfirma Lifecodexx Zwischenbilanz. Gemäss ihrer Mitteilung liessen 6000 Frauen den Test durchführen. Knapp die Hälfte der untersuchten Blutproben wurde von deutschen Praxen und Kliniken zugesandt, etwa ein Viertel stammte aus der Schweiz, der Rest aus anderen europäischen Ländern. Rund 98 Prozent der Tests hatten ein unauffälliges Ergebnis. Dadurch habe den Frauen «die psychische Belastung der Sorge und Ungewissheit genommen werden» können, schreibt Lifecodexx.

Der Praena-Test ist der erste nicht invasive Pränataldiagnostiktest in Europa. Damit lässt sich in einer mütterlichen Blutprobe bestimmen, ob ein Fötus unter den Trisomien 13, 18 oder 21 (Downsyndrom) leidet. Anfänglich war der Praena-Test ab der 11. Schwangerschaftswoche möglich, seit Juli 2013 bereits ab der 9. – also noch vor dem heute verbreiteten Erst-Trimester-Screening mit Ultraschall und Blutwerten. Zwar ist der Praena-Test gemäss Lifecodexx für schwangere Frauen gedacht, die ein erhöhtes Risiko für chromosomale Veränderungen beim ungeborenen Kind tragen. Doch waren bei einem beträchtlichen Teil der getesteten Frauen «psychologische Gründe» ausschlaggebend.

Der Test ist allen Patientinnen zugänglich

Bereits Anfang Jahr zeigten Recherchen des TA (18. 2.), dass der Praena-Test an vielen Spitälern sämtlichen Patientinnen offensteht, wenn sie es nur wünschen. Neben psychologischen Gründen war in anderen Fällen auch ein Alter von über 35 Jahren sowie Auffälligkeiten im Erst-Trimester-Screening ausschlaggebend für den Test.

Bei einem positiven Testergebnis empfehlen Fachärzte, das Resultat mit einer Fruchtwasserpunktion oder einer Chorionzottenbiopsie zu bestätigen. Laut Lifecodexx sind aber nur 0,1 Prozent der positiven Praena-Test-Messungen falsch.

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