Gefährlicher Rückschlag in den Achtzigern

Die Sterberate bei Infektionskrankheiten wäre eigentlich seit den frühen 80er-Jahren bis heute stabil geblieben – gäbe es nicht das Aidsvirus (HIV).

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Vor hundert Jahren war jeder fünfte ­Todesfall in der Schweiz die Folge einer Infektionserkrankung. In den allermeisten Fällen war Tuberkulose der Grund, drei Viertel aller Infektionstoten starben deswegen. Doch inzwischen ­haben Bakterien, Viren und andere Mikroben viel von ihrem Schrecken verloren. Nicht nur dank Antibiotika und Impfungen. Am meisten haben verstärkte Hygiene und bessere Lebens- und Ernährungsbedingungen zur Erfolgsgeschichte beigetragen. Heute sind in der Schweiz Infektionen nur noch für rund ein Prozent aller Todesfälle verantwortlich.

Die Sterberate bei Infektionskrankheiten wäre eigentlich seit den frühen 80er-Jahren bis heute stabil geblieben – gäbe es nicht das Aidsvirus (HIV). Der gefährliche Erreger sorgte ab 1984 für einen bedrohlichen Dämpfer im bis dahin so erfolgreichen Kampf gegen Infektionserkrankungen. Zwischen 1992 und 1994 erreichten die Aids-bedingten Todesfälle ihren Höhepunkt.

Jährlich infizieren sich 600 Personen mit Aids

Erst danach begann man die Seuche langsam in den Griff zu bekommen. Einerseits nahm dank Kampagnen und Schutzmassnahmen die Zahl der HIV-Neuinfektionen in den 90er-Jahren stark ab, in der Schweiz von mehr als 2000 auf weniger als 600 bis Ende des Jahrzehnts – eine Zahl, die bis heute in etwa gleich geblieben ist. Der Rückgang der Todesfälle ist aber vor allem auch antiretroviralen Therapien zu verdanken, die ab 1995 die Zahl der Aidserkrankungen bei HIV-Infizierten stark eindämmten.

Ab heute erscheinen an dieser Stelle jede Woche ausgewählte Grafiken aus der «Gesundheitsstatistik 2014» des Bundes. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 08.12.2014, 20:19 Uhr

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Weiterbildung

Lohncheck in Pflegeberufen

Qualifiziertes Pflegepersonal ist rar. Eine Pflegeinitiative setzt sich darum für höhere Löhne ein.

Kommentare

Blogs

Mamablog Die Jugendbewegung wird zur Elternbewegung

Sweet Home Tapeten zum Selbermalen

Abo

Abo Digital Light - 18 CHF im Monat

Unbeschränkter Zugang auf alle Inhalte und Services (ohne ePaper). Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

Es sammelt sich nur der Staub in ihnen: Frauen zerschmettern in Indien Töpfe aus Ton, um gegen den Mangel an Trinkwasser zu protestieren. (16. Mai 2019)
(Bild: Amit Dave) Mehr...