Schon acht Personen in Lausanne gegen Ebola geimpft

Alle 120 Freiwilligen für die Tests am Unispital Lausanne sind gefunden. Genf hingegen muss noch auf die Bewilligung warten.

Eine von bisher acht Testpersonen: Eine Studentin erhält im Unispital Lausanne eine Ebola-Impfung. (4. November 2014)

Eine von bisher acht Testpersonen: Eine Studentin erhält im Unispital Lausanne eine Ebola-Impfung. (4. November 2014) Bild: Keystone

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Im Universitätsspital Lausanne (CHUV) ist erstmals Freiwilligen ein experimenteller Ebola-Impfstoff verabreicht worden. Bis Dienstagabend wurden acht Probanden geimpft. Die übrigen Freiwilligen für die klinische Studie mit 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sind gefunden.

Von den 120 Beteiligten erhalten 100 einen niedrige oder hohe Dosis des Impfstoffes und 20 ein Placebo. Der Impfstoff mit dem Namen cAd3-EBOZ stammt vom britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline.

Bereits in USA und England getestet

Den Probanden wird nicht das Ebola-Virus gespritzt. Der Impfstoff basiert auf einem gentechnisch veränderten Schimpansen-Adenovirus. Er wird bereits in den USA und England an Menschen getestet. Bisher sind keine Nebenwirkungen aufgetreten.

Unter den 120 Probanden befinden sich 50, die sich an der Bekämpfung von Ebola in Westafrika beteiligen. Nach der Impfung müssten sie noch zwei Wochen für die klinische Studie zur Verfügung stehen, bevor sie abreisten, sagte CHUV-Mediensprecher Darcy Christen am Dienstag der Nachrichtenagentur sda.

Das CHUV erhielt über 400 Mails von Freiwilligen. Das dürfte deutlich ausreichen, fügte Christen an. Das Heilmittelinstitut Swissmedic hatte vor einer Woche grünes Licht für die Studie mit dem Impfstoff am CHUV gegeben.

Genf wartet noch auf Bewilligung

Am Universitätsspital Genf (HUG) fehlt bisher die Bewilligung von Swissmedic für den Test eines weiteren experimentellen Impfstoffes rVSV-ZEBOV, der in Kanada entwickelt wurde. Die Genfer Universitätsspitäler erhielten aber bereits die Erlaubnis, hundert Probanden zu suchen.

Man suche vor allem Personen, die sich nach Afrika zu einem Hilfseinsatz gegen die Ebola-Epidemie begeben, wie Professor Bernard Hirschel, Präsident der kantonalen Kommission für Ethik und Forschung, in einem Interview mit der Zeitung «Tribune de Genève» sagte. (rar/sda)

Erstellt: 04.11.2014, 21:44 Uhr

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