Südkorea hat über 150 Mers-Fälle

Drei weitere Menschen erlagen in Seoul der Atemwegskrankheit Mers. Zwei Spitäler, die als Krankheitsherde gelten, wurden geschlossen.

Südkorea zählt seit 20. Mai 2015 über 150 Mers-Infektionen: Helfer desinfizieren ein Theater in Seoul. (16. Juni 2015)

Südkorea zählt seit 20. Mai 2015 über 150 Mers-Infektionen: Helfer desinfizieren ein Theater in Seoul. (16. Juni 2015) Bild: Jung Yeon-je /AFP

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In Südkorea sind an der Atemwegskrankheit Mers drei weitere Menschen gestorben. Damit seien bereits 19 Menschen der Infektionskrankheit erlegen. Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg demnach um vier auf insgesamt 154 Fälle.

Dabei seien sowohl die Todesopfer berücksichtigt worden als auch die 17 Patienten, die nach einer Mers-Infektion als geheilt aus dem Spital entlassen werden konnten, teilte das Gesundheitsministerium in Seoul am Dienstag mit. Der Zustand von 16 der 118 Mers-Patienten, die nun noch in Behandlung sind, sei instabil.

Spital stellt vorübergehend Betrieb ein

Von den vier Neuinfektionen wurden vier im Samsung Medical Centre in der Hauptstadt Seoul festgestellt, einem der beiden Zentren der Epidemie. Mehr als 70 Krankheitsfälle stehen in Verbindung mit dem renommierten Spital. Am Sonntag stellte es vorübergehend seinen Betrieb ein.

Der zweite Krankheitsherd, das St. Mary Hospital in Pyeongtaek, 65 Kilometer südlich von Seoul, ist wegen des Mers-Ausbruchs geschlossen. Es soll voraussichtlich Ende Juni wieder öffnen, da zuletzt keine neuen Mers-Fälle gemeldet wurden. Derzeit stehen noch mehr als 5500 Menschen unter Quarantäne, um eine weitere Ausbreitung von Mers zu verhindern.

Ungewöhnlich schnelle Ausbreitung

In Südkorea wurde der erste Mers-Fall am 20. Mai bekannt, der 68-jährige Patient war kurz zuvor von einem Aufenthalt in Saudiarabien zurückgekehrt. Seitdem breitete sich das Virus ungewöhnlich schnell aus.

Bei dem Mers-Virus handelt es sich um einen seit dem Jahr 2012 bekannten neuen Stamm aus der Gruppe der Coronaviren. Die Erkrankung geht häufig mit grippeähnlichen Beschwerden wie Fieber, Husten und Kurzatmigkeit einher. Bei schweren Verläufen kann sich eine Lungenentzündung entwickeln, auch kann es zu Nierenversagen kommen. (chk/sda)

Erstellt: 16.06.2015, 06:35 Uhr

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