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Abtörnender Pornokonsum

In den letzten Jahren sind mehrere Studien zum Schluss gekommen, Pornofilme hätten keine Auswirkungen auf die männliche Sexualität. Therapeuten beobachten etwas ganz anderes.

Sexfilm im Zürcher Kino Walche: Bilder, die wir im Zustand hoher Erregung sehen, werden im Gehirn deutlicher und intensiver abgespeichert.
Sexfilm im Zürcher Kino Walche: Bilder, die wir im Zustand hoher Erregung sehen, werden im Gehirn deutlicher und intensiver abgespeichert.
Thomas Burla

Es sind immer öfter junge Männer, die bei Esther Elisabeth Schütz Hilfe suchen und über Lustlosigkeit klagen. Schütz ist klinische Sexologin und Gründerin des Instituts für Sexualpädagogik und Sexualtherapie in Uster. Peter Gehrig vom Zürcher Institut für klinische Sexologie und Sexualtherapie beobachtet in seiner Praxis eine ähnliche Tendenz, ebenso Sexualtherapeutin Gabriela Kirschbaum. Sie alle sind überzeugt: Ein Grund dafür ist der übermässige Konsum von Pornografie. Auch der Paartherapeut und Buchautor Klaus Heer vertritt diese These: Pornos, sagt er, seien eine simple Methode, sich sexuell zu befriedigen, während befriedigender Geschlechtsverkehr «ein vertracktes Kunststück» sei.

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