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Ägyptische Samen als Ehec-Verursacher identifiziert

Die Ursache für den Ausbruch des Ehec-Erregers in Deutschland ist gefunden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit standen aus Ägypten importierter Bockshornkleesamen am Anfang der Epidemie.

Der Bockshornkleesamen solls gewesen sein: Ein ägyptischer Gewürzhändler zeigt den Urheber der Ehec-Seuche. (Archivbild)
Der Bockshornkleesamen solls gewesen sein: Ein ägyptischer Gewürzhändler zeigt den Urheber der Ehec-Seuche. (Archivbild)
AFP
Der Hinweis auf den Ehec-Erreger ist erbracht: Eine Packung Sprossen. (10. Juni 2011)
Der Hinweis auf den Ehec-Erreger ist erbracht: Eine Packung Sprossen. (10. Juni 2011)
Reuters
Sanitäter bringen einen Patienten mit Ehec-Symptomen in die Uniklinik Eppendorf D. (24. Mai 2011)
Sanitäter bringen einen Patienten mit Ehec-Symptomen in die Uniklinik Eppendorf D. (24. Mai 2011)
Reuters
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Aus den mit Ehec kontaminierten Bockshornkleesamen seien in einem niedersächsischen Gartenbetrieb Sprossen hergestellt worden, sagte der Präsident des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Helmut Tschiersky-Schöneburg, in Berlin. Da möglicherweise noch mit dem gefährlichen Darmkeim kontaminierte Sprossensamen im Umlauf seien, sollten weiterhin Sprossen nicht roh verzehrt werden. Noch vorhandene Sprossensamen und Samenmischungen sollten im Restmüll entsorgt werden, hiess es weiter.

Keine Anhaltspunkte für Kenntnisse zu belasteten Sprossen

Die Staatsanwaltschaft Oldenburg stellte unterdessen ihre Ermittlungen wegen der belasteten Sprossen aus dem Betrieb im niedersächsischen Bienenbüttel ein. Es habe keine Anhaltspunkte dafür gegeben, dass der Geschäftsführer des Biohofs frühzeitig Kenntnis über die Verunreinigung der Sprossen hatte und sie dennoch vertrieben habe, teilte ein Sprecher mit.

Da die Verantwortlichen des Hofes die gesetzlichen Anforderungen an Lebensmittelunternehmer erfüllt hätten und es keine Verpflichtung zur Überprüfung auf Ehec-Erreger gebe, sei ihnen weder vorsätzliches noch fahrlässiges Verhalten vorzuwerfen. Ein Bürger aus Münster hatte gegen den Sprossenhof eine Strafanzeige wegen fahrlässiger Tötung und gemeingefährlicher Vergiftung gestellt.

Experten rechnen mit weiteren Erkrankungen

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts ist jedoch noch mit weiteren Erkrankungen und Ausbrüchen durch den Erreger zu rechnen. Die Infektionen könnten von Mensch zu Mensch oder durch Lebensmittel übertragen werden, die durch Erkrankte kontaminiert wurden.

dapd/pbe

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