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Am Anfang stand ein Medienskandal

Mit der ersten Verpflanzung eines Herzens in der Schweiz im Jahr 1969 gelangte die Transplantationsmedizin erstmals ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. Die Pioniertat wirkt bis heute nach.

Als Anästhesie-Oberärztin Ruth Gattiker am Morgen das Kantonsspital Zürich betritt, ahnt sie noch nicht, dass dieser Montag, der 14. April 1969, ein historischer Tag werden würde. Doch dann passiert alles «tätschpum», wie sie sich später erinnert. Um 8.50 Uhr meldet die Unfallchirurgie einen allfälligen Nierenspender auf ihrer Abteilung. Bereits eine Viertelstunde später wird klar, dass der hirntote Patient wegen seines Alters und der Blutgruppe auch als Herzspender infrage kommt. Der herzkranke Empfänger, der bereits seit vier Monaten vorgemerkt ist, wird zu Hause angerufen und aufgefordert, schnellstmöglich per Taxi ins Spital zu kommen.

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