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Beschnitten, keiner merkts

Ärzte können nur schwer erkennen, ob eine Frau verstümmelt wurde. Das hat bei Geburten Folgen. Und es könnte erklären, weshalb keine illegalen Beschneidungen gemeldet werden.

In der Schweiz leben rund 15'000 Frauen, die hierzulande oder in ihrer Heimat beschnitten wurden. Im Bild: Tuz Khurmatu, Irak. Foto: «Washington Post», Getty Images
In der Schweiz leben rund 15'000 Frauen, die hierzulande oder in ihrer Heimat beschnitten wurden. Im Bild: Tuz Khurmatu, Irak. Foto: «Washington Post», Getty Images

Über die Beschneidung von Frauen gibt es ein tief eingebranntes Bild: Wenn ein Arzt in einem Film eine solche Schamregion sieht, schaut er bestürzt. Und die Betroffenen weinen sofort. Aber diese Idee von der Genitalverstümmelung ist ein Stereotyp. Als eine deutsche Frauenärztin die Guineerin J. Makeba (Name geändert) untersucht, sagt sie, sie sehe da nichts Auffälliges. Makeba erinnert sich jedoch gut an die schmerzhafte Prozedur als junges Mädchen. 97 Prozent der Frauen in ihrer Heimat sind beschnitten. Nachfolgend stellt ein darauf spezialisiertes Zentrum in Deutschland den Eingriff auch bei ihr fest.

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