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Bilderrausch im Kopf

Keiner schildert die Welt des Gehirns so lebendig wie der New Yorker Neurologe Oliver Sacks. In seinem neusten Buch beschreibt er seine Halluzinationen nach dem Genuss bewusstseinserweiternder Drogen.

Experimentierte in den 60er-Jahren, als er Assistenzarzt war, mit Drogen: Oliver Sacks.
Experimentierte in den 60er-Jahren, als er Assistenzarzt war, mit Drogen: Oliver Sacks.
Jürgen Frank (Corbis, Dukas)

Oliver Sacks lag frühmorgens im Bett in der Londoner Wohnung seiner Eltern. Sein Morgenmantel, der an der Tür hing, fesselte seine ganze Aufmerksamkeit. Auf dem Ärmel erschienen ihm plötzlich ritterliche Schlachtszenen in mikroskopischer Detailliertheit: bunte Seidenzelte, reich geschmückte Schlachtrösser, Soldaten zu Pferde in Rüstungen, in denen sich die Sonne spiegelte, und Männer mit Langbögen. Dann erdröhnten laute Dudelsackpfeifen. Sacks halluzinierte im Drogenrausch, nachdem er sich eine Dosis Morphium gespritzt hatte. Zwölf Stunden lag er so da, doch es kam ihm wie eine halbe Stunde vor.

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