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Brustkrebs: Teil des eigenen Busens für die Rekonstruktion

Erstmals haben Münchner Ärzte einer Krebspatientin nach einer Amputation durch die Teilung einer Brust wieder zu einem vollständigen Busen verholfen.

Die Chirurgen hätten zum ersten Mal erfolgreich die verbliebene Brust geteilt und verpflanzt, teilte das Klinikum der Universität München mitteilte. Der Direktor der Frauenheilkunde am Uniklinikum, Professor Klaus Friese, zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis: «Das sieht jetzt richtig toll aus», sagte er. Die vierstündige Operation, bei der die gesunde Brust halbiert und teilweise verpflanzt wurde, hatte bereits am 20. November stattgefunden, wie der verantwortliche Oberarzt Darius Dian erklärte. Die 67-jährige Patientin sei mit den Ergebnissen sehr glücklich. Eine Brust hatte wegen eines Mammakarzinoms komplett entfernt werden müssen.

Normalerweise, so Dian, werde bei einer Rekonstruktion Gewebe aus dem Rücken oder dem Bauchraum entnommen. Dabei entstünden aber grosse Wunden und Behinderungen bis hin zu Bewegungseinschränkungen. Bei der Brustteilung nutze man dagegen das Gewebe aus der anderen Brust, die normalerweise ohnehin verkleinert werden müsse, wenn es sich um eine Patientin mit grossen Brüsten handele.

«Früher hätten wir das weggeworfen», sagte Dian. Aber jetzt habe man dieses Gewebe hergenommen, das ja ohnehin da sei. Bisher habe diese Methode als problematisch gegolten, da Brustgewebe eine sehr spezielle Durchblutung habe. Ein anderer Versuch in Innsbruck sei beispielsweise gescheitert. Bei der jetzigen Operation hätten die Mediziner dann auch mit Ultraschall sehr genau darauf achten müssen, keine Gefässe zu zerstören, erklärte Dian. Das sei die entscheidende Schwierigkeit bei der neuen Methode.

AP/raa

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